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Die Katzenzucht und ihre Risiken

Wie bei Hunden auch, sind Rassetiere bei Katzen besonders beliebt. Ihre einzigartigen Charaktereigenschaften, ihre Farben und Zeichnungen sorgen dafür, dass viele sich gerne eine Rassekatze zulegen möchten. Wer selber züchten möchte, muss sich aber darüber im Klaren sein, dass es konkrete Einschränkungen gibt. Welche Risiken die Rassekatzenzucht mit sich bringt und wie die ideale Vorgehensweise ist, das erfahren Sie heute hier.

Vorsicht beim Kauf von „Rassekatzen“

Leider boomt der Schwarzmarkt mit vermeintlichen Rassekatzen. Viele davon sind sogar tatsächlich renrassig. Doch in der Regel stammen sie aus dem Ausland. Die Verhältnisse wie die Muttertiere und Jungtiere dort gehalten werden, sind erbärmlich. Die Tiere fristen ein tristes Dasein. Die Muttertiere müssen einen Wurf nach dem anderen ablegen. Sobald die Elterntiere ausgedient haben, werden sie wie Müll entsorgt. Den Jungtieren blüht meist eine stundenlange, teilweise tagelange fahrt in engen Käfigen und stickigen Transportern. Meist sind die Tiere mit Parasiten verseucht. Auch Impfungen werden in der Regel nicht, oder nur unvollständig vor Ort ausgeführt. Daher sollte jeder, der sich für eine Rassekatze interessiert, nicht auf die billigen Angebote aus dem Ausland hereinfallen. Leider tarnen sich die Tiertransporter, und Vermehrer meist mit deutschen Accounts. Wer also eine Katze, die üblicherweise für mehrere Hundert Euro gehandelt wird, für wenig Geld findet, sollte stutzig werden.

Rassekatze

Photo: Pixabay_darkmoon1968

Unkontrolliertes Vermehren ist bei Verbänden untersagt

In den meisten Vereinen wird in der Satzung eine unkontrollierte Massenzucht generell untersagt. Grundsätzlich ist eine Massenzucht im größten Teil der Vereine und Verbände nicht gestattet. Der Grund hierfür ist, dass die Tiere gesund heranwachsen sollen, und auch die Elterntiere entsprechend geschützt werden müssen. Auch Hobbyzuchten werden entsprechend kontrolliert, sofern sie im Verband angemeldet sind. Reine Vermehrungszuchten zielen meist darauf ab, Gewinn zu erwirtschaften. Dies sehen Verbände und Vereine überhaupt nicht gerne. Es geht darum, schöne Tiere und deren Rassen zu erhalten, aber nicht im ungesunden Maße auf den Markt zu schwemmen. Diese Massenvermehrung wird auch gerne als Überzüchtung bezeichnet, da häufig verwandte Tiere gepaart werden. Diese unsauberen Zuchten können zu schweren Gendeffekten bei folgenden Generationen führen.

Saubere Zucht für die Erhaltung der Rassekatzen

Bei der Zucht von Rassekatzen geht es darum, die Rassemerkmale und den Standard einer Rasse zu verbessern. Außerdem sollen auch seltene Rassen, so erhalten bleiben. Deswegen gibt es in vielen Vereinen gezielte Regeln dazu, wie die Zucht angesetzt sein sollte. Bei Verbänden und Vereinen ist der Verkauf von gezüchteten Katzen an Kaufhäuser, Tierhandlungen oder Zoohandlungen sowie an Versuchslabors strikt untersagt. Außerdem ist es auch verboten, sich einen Deckkater zu halten, nur um damit Geld zu erwirtschaften.

Als Züchter gilt derjenige, der zum Zeitpunkt des Wurfes der Jungtiere im Besitz der Mutterkatze ist und ihr Eigentümer ist. Auch gilt als Züchter der Besitzer einer Katze, die gedeckt wird. Das Ausleihen von Katzen untereinander ist übrigens in der Regel nicht gestattet. Eine ordentliche Zucht zeichnet sich dadurch aus, dass der Züchter sich an die Reglements des Verbandes hält. Des Weiteren züchtet er nicht, um Gewinn zu erwirtschaften, und vor allem im gesunden Maße. Außerdem müssen auch die Haltungsbedingungen für Elterntiere und Jungtiere entsprechend sein, sodass die Tiere gesund heranwachsen können.

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Warum kann es zum Ausschluss von einer Katzenausstellung kommen?

In der Tat kommt es immer mal wieder vor, dass Katzenbesitzer mit ihren Tieren wieder von der Ausstellung abreisen müssen. Die Hintergründe für eine solche Entscheidung der Jury, können vielseitig sein. Damit jedoch keiner Gefahr läuft, lange Wege und Kosten auf sich zu nehmen, um anschließend wieder abreisen zu müssen, wollen wir mit diesem Beitrag erklären, welche Gründe für einen Ausschluss aus einer Katzenshow niederliegen können. Wichtig ist vorab noch die Information, dass bei jeder Ausstellung auch unterschiedliche Regeln gelten können, sodass sich diese im Vorfeld gut durchgelesen werden sollten.

Grobe Gründe, warum eine Katze wieder abreisen muss

Bei jeder Katzenausstellung steht das Wohl der Tiere ganz oben auf der Agenda. Daher gibt es stets Einlasskontrollen. Hier wird der Gesundheitszustand der Katze bewertet. Nur gesunde Katzen dürfen an Ausstellungen teilnehmen. Auch wenn Impfungen, oder entsprechende Gesundheitsnachweise fehlen, darf eine Katze nicht bei der Show teilnehmen und nicht vorgestellt werden. Bei einigen Veranstaltungen dürfen Katzen ohne Zugehörigkeit zu einem Verband, oder Verein, nicht teilnehmen. Hin und wieder werden auch bestimmte Rassenkatzenausstellungen durchgeführt, bei denen ausschließlich spezielle Rassen zugelassen sind. Dies wird jedoch in der Regel vor der Veranstaltung rechtzeitig bekannt gegeben. Wer mit einer anderen Rassekatze anreist, muss wieder umkehren. Ein weiterer Grund, warum eine Katze keinen Einlass bekommt ist, wenn sie nicht angemeldet wurde.

Auch die Veranstalter können Teilnehmer ausschließen

Je nach Ausstellung können die Veranstalter Teilnehmer auch ohne die Angabe von Gründen ausschließen. Selbst während einer laufenden Veranstaltung kann es passieren, dass einzelne Teilnehmer ausgeschlossen werden. Die Verantwortlichen, welche solche Entscheidungen treffen, haben bestehende Gründe dafür. Wer selbst nicht mit seiner Katze an der Show teilnehmen kann, obwohl er bereits angemeldet ist, sollte bis spätestens 14 Tage vor der Show der Ausstellungsleitung mitteilen, dass er nicht kommen wird. Wer unabgemeldet von einer Ausstellung fern bleibt, bei der er mit seiner Katze angemeldet war, kann riskieren, für weitere Ausstellungen des Vereines, oder Verbandes, vollumfänglich gesperrt zu werden. Sollte eine Katze in die Ausstellung gebracht werden, welche nicht kontrolliert wurde, wird der Besitzer sofort disqualifiziert. Solch ein Vergehen kann eine komplette Sperre nach sich ziehen.

Fehlende oder fehlerhafte Dokumente

Wer zur Katzenausstellung reist, muss zwingend alle benötigten Dokumente dabei haben. Bei Katzen ab der vollendeten 12. Lebenswoche muss eine Bescheinigung zur Impfung gegen die Katzenseuche vorliegen. Sie darf nicht länger als 2 Jahre zurückliegen. Auch die übrigen Impfungen und Nachweise, müssen erbracht werden können. Ansonsten kann der Zutritt verweigert werden. Darüber hinaus führt ein gefälschtes Dokument ebenso zum kompletten Ausschuss. Weiterhin kann eine Meldung an alle übrigen Verbände und Vereine erfolgen, sodass die Teilnahme an Katzenshows für immer verschlossen bleibt. Daher sollte jeder Gewissenhaft seine Dokumente prüfen und breit halten. Eine Disqualifikation kann ebenfalls dann eintreten, wenn die Meldung der Katze nicht richtig, oder unvollständig erfolgt ist. Wer gegen die Ausstellungsbedingungen verstößt muss ebenfalls damit rechnen, dass er von der Ausstellung ausgeschlossen wird. Vorsicht ist übrigens bei eifrigen Besitzern geboten! Wer seine Katze vorzeitig, ohne Zustimmung der Ausstellungsleitung aus den Austellungsräumen entfernt, kann ebenfalls disqualifiziert werden.

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Die Ziele von Katzenausstellungen

Die Ziele von Katzenausstellungen

Vor allem Außenstehende, aber auch Interessierte, fragen sich oftmals, was ist eigentlich das Ziel einer Katzenausstellung? Diese sind recht vielseitig, und auch von dem ausführenden Verband oder Verein abhängig. Neben Spaß und einem Austausch unter Züchtern und Katzenfreunden, gibt es bei vielen Ausstellungen auch Stände. Hier kann sich über die Rassen informiert werden, Zubehör erstanden werden, oder für einen Verband, oder Verein angemeldet werden. Weiterhin gibt es hier auch zusammenfassende Ziele. Diese möchten wir hier gerne etwas erläutern.

Konkurrenz und dennoch Gleichgesinnt

Bei einer Ausstellung von Rassekatzen geht es auch immer um einen Wettbewerb. Hier werden die schönen Tiere dem Richter, oder den Richtern präsentiert. Es können diverse Titel gewonnen werden. Welche diese konkret sind, ist von Ausstellung zu Ausstellung unterschiedlich. Hier steht oftmals auch der Gedanke der Konkurrenz und des Wettbewerbes im Fokus der Teilnehmer. Wer nimmt nicht gerne einen Pokal, oder eine Auszeichnung mit? Vor allem dürfen die jeweiligen Sieger ihrer Kategorie, sowie die Gesamtsieger des Wettbewerbes, sich mit einer Eintragung in ihren Stammbaum und ihr Zuchtbuch schmücken. Außerdem soll dies auch ein Zuchtanreiz darstellen. Vor allem auf internationaler Ebene, begegnen sich meist Züchter und Aussteller auf Augenhöhe, sodass eine Prämierung oftmals mit nur wenigen Punkten unterschied erfolgen kann. Spannung ist also garantiert.

Zuchtkriterien verbessern und optimieren

Auch dies kann ein Ziel einer Ausstellung sein. Besonders im internationalen Bereich dienen die Ausstellungen auch dazu, die Qualität der Zuchten zu verbessern. Farbe, Typ, Pflege und Gesundheit der Tiere stehen hier ebenso im Vordergrund. Je besser die Tiere gehalten werden, desto besser ist dies für die Zucht. Wer über gesunde Tiere verfügt, welche sich in ihrer jeweiligen Rasse dem Standard unterordnen und gleichzeitig beste Anlagen mitbringen, kann künftig recht erfolgreiche Würfe züchten. Damit die Bedingungen für Halter und Tiere ideal sind, sollen die Ausstellungen dazu beitragen, aufzuklären und die gesamte Zuchtbedingung zu verbessern.

Vielseitigkeit der Katze darstellen

Katze ist nicht gleich Katze, und so ist es auch mit den unterschiedlichen Rassen. Bei Ausstellungen gilt auch, dass ein erkorenes Ziel angestrebt wird. Nämlich den Besuchern die vielseitigen Katzentypen, Rassen, ihre Farben und Charaktereigenschaften näher zu bringen. Außerdem kann so auch erfahren werden, welche Kriterien als Standard für die jeweilige Rasse gültig sind. Das Verständnis zur Katze als Haustier, soll auf diese Weise ebenfalls gestärkt werden. Weiterhin soll darüber aufgeklärt werden, wie eine Katze artgerecht gehalten wird.

Aufklärung und internationale Lobby schaffen

Des Weiteren ist es für viele Verbände und Ausrichter von Ausstellungen wichtig, dass sie für die Rassekatzen eine Lobby schaffen. Neben dem Schärfen des Verständnisses für diese Katzen ist es ihnen ebenso ein Anliegen, Katzenhalter aufzuklären. Jede Rasse hat ihre eigenen Bedürfnisse. Diese sollen den Besuchern, aber auch den Haltern der Katzen näher gebracht werden. Grundsätzlich dienen Ausstellungen also neben dem Spaß und Austausch auch zur Schärfung des Sinnes für die Bedürfnisse der Katzen. Zudem sollen die Rassen auch in ihrer Einzigartigkeit und Vielseitigkeit erhalten werden. Gerade sehr seltene Rassen können von diesen Ausstellungen und Zuchtvergleichen profitieren. Generell ist es wichtig, das allgemeine Zuchtgeschehen immer wieder zu optimieren, damit alle, vor allem die Tiere, daran einen Nutzen ziehen können.

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Asian – die athletische Kurzhaarkatze

Der Begriff Asian bezeichnet nicht nur eine einzelne Rassekatze, sondern er steht viel mehr als ein Überbegriff für mehrere Rassen. Dieser Begriff wird von der Asian Cat Association legitimiert und benutzt. In Großbritannien wurden nämlich in den 80er Jahren eine Burma und Chinchilla gekreuzt. Diese Verpaarung ist der Ursprung der Burmilla, aus der dann die Asian als Rasse entstanden ist. Wegen der Farbvielfalt wurden die Nachkommen später in die Asian-Gruppe klassifiziert. Zu dieser Gruppe zählen auch die folgenden Rassen: Asian Self, Asian Tabby, Asian Smoke, Asian Silver und Asian Black.

Asian (Katze)
Photo: By Scotia (Own work)
[GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Ein hoher Grad an Eleganz ist der wichtigste Faktor, der bei der Zucht dieser Rasse berücksichtigt wird. Die wichtigsten Kriterien sind ein muskulöser Körper, zierliche Beine, sowie eine ausgeprägte Brust und große Ohren. Die Augen sollten orientalisch wirken und ein verschiedenes Farbspektrum haben. Das Fell liegt eng am Körper, ist fein und glänzt. Die Pflege ist ziemlich leicht und ein wöchentliches Bürsten reicht schon aus. Eine Katze mit all diesen Merkmalen ist garantiert der Star bei jeder Katzenshow.

Die Zuchtform der Asian bestimmt auch ihren Charakter. Allgemein ist diese Katze ein aufgewecktes, temperamentvolles Wesen mit einem ausgeprägten Freiheitsdrang. Die Asian ist aber trotz ihrer Lebhaftigkeit, sehr oft sehr verschmust und bindet sich an die Menschen. Sie zeigt gerne ihre liebevolle Seite, wenn sie mal nicht mit dem Spielen beschäftigt ist. Man sollte daher bei der Asian Langeweile unbedingt vermeiden, weil sonst die Wohnungseinrichtung darunter leiden könnte. Diese Rasse ist ideal für Menschen, die viel Zeit haben und eine lebendige Katze haben wollen.

Die Asian ist eine sehr verspielte Katzenrasse und braucht deshalb ausreichend Spielmöglichkeiten in der Wohnung. Falls man nicht genug Zeit hat, sollte man eine zweite Katze kaufen, damit bei der Asian keine Langeweile aufkommt. Wenn man sich eine lebendige und aktive Katze anschaffen möchte, dann ist die Asian echter Volltreffer.

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Brasilianisch Kurzhaar – von der Straßenkatze zur Rassekatze

Die Ursprünge der Brasilianisch Kurzhaar Rassenkatze können auf die Straßen von Brasilien zurückverfolgt werden. Diese Katzenrasse hat sich mit ihrer Entwicklung von einer Straßenkatze zur Rassekatze drastisch verändert. Dies ist nicht die erste Rasse, die von Straßenkatzen stammt, denn die American Shorthair, European Shorthair und American Keuda haben ebenfalls diesen Weg hinter sich.

Die Brasilianisch Kurzhaar ist eigentlich die erste Katzenrasse aus Brasilien, die Anerkennung auf internationaler Ebene erhielt. Die Brasilianisch Kurzhaar entwickelte sich aus den unterschiedlichen Straßenkatzen Brasiliens. Alle Straßenkatzen in Brasilien hatten die gleichen Eigenschaften und das gleiche Erscheinungsbild. Heute gibt es wenige Züchter der Brasilianisch Kurzhaar, doch die Katzenrasse erfreut sich großer Beliebtheit – vor allem in den USA.

Brasilianisch Kurzhaar
Photo: By J.Jazz (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Zu den Merkmalen, die eine Brasilianisch Kurzhaar ausmachen, gehört der Zwang das Futter zu sichern und zu verstecken. Diese Eigenschaft stammt noch von ihren Vorfahren, den Straßenkatzen Brasiliens, die in rauen Verhältnissen überleben mussten. Die Straßenkatzen wollten sich nämlich immer möglichst viel Futter sichern, da es immer knapp war. Aus diesem Grund glaubt die Brasilianisch Kurzhaar auch heute noch, dass sie Futter verstauen müsste. Egal ob sie Hunger hat oder gerade gefressen hat – das Futter wird sie nie ablehnen. Deshalb ist bei dieser Katze besonders darauf zu achten, dass sie nicht übergewichtig wird.

Die Brasilianisch Kurzhaar gehört zu den äußerst intelligenten Katzenrassen, die außerdem noch sehr neugierig ist. Genau diese Eigenschaften ermöglichen es ihr, sehr schnell zu lernen. Zum Beispiel kann sie beim Spielen verschiedene Kunststücke lernen und diese auch auf Dauer behalten. Das wiederum macht sie geeignet für Katzenshows und Katzenausstellungen. Diese Katzen sind als Haustiere sehr geeignet, denn sie sind aufgeschlossen und menschenbezogen. Sie kuscheln gern mit ihren Besitzern und sind verspielt. Trotzdem hat man als Besitzer nicht die lästige Pflicht, die Brasilianisch Kurzhaar ständig zu beschäftigen, denn das schafft sie auch selber.

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American Shorthair – die verspielte Amerikanerin

Die American Shorthair ist das Gegenstück zur Britisch Kurzhaar. Sie ist dieser Katze sehr ähnlich und lässt sich auch nur schwer von dieser Rasse unterscheiden. In den Vereinigten Staaten begann die Zucht der Britisch Kurzhaar und der einheimischen Hauskatze. Bis zum Jahr 1985 war der ursprüngliche Name für die American Shorthair – Domestic Shorthair. Die Zucht erfolgte in vielen Farbvarietäten. Im Jahr 2007 wurde durch verschiedene Untersuchungen entdeckt, dass die American Shorthair genetisch mit den Katzenpopulationen aus Westeuropa verbunden ist. Oft wurden aber auch Perserkatzen für die Verbesserung der Zucht eingesetzt.

American Shorthair
Photo: Dustin Warrington

In puncto Charakter und Temperament können American Shorthair wie andere Hauskatzen kaum unterschiedlicher sein. Alle Vertreter haben eines aber gemeinsam – und zwar einen ausgewachsenen Jagd- und Spieltrieb, den sie bis ins hohe Alter behalten. Die American Shorthair ist sehr gelassen und liebt ausgiebige Streicheleinheiten und lässt sich gerne verwöhnen. Ab und zu zieht sie sich auch zurück und möchte ihre Ruhe genießen. Man sollte sie früh an Menschen gewöhnen, damit sie später nicht scheu oder sogar aggressiv reagiert.

Der Körper der American Shorthair ist sehr athletisch. Sie hat einen größeren, kraftvolleren und schlankeren Körper als ihre Verwandte, die British Shorthair. Sie ist geschmeidig, nicht zu kompakt, stark und muskulös. Die Beine sind stark und mittellang. Der Schwanz ist mittellang und endet in einer runden Spitze. Die Schnauze ist kantig und massiv. Der Hals ist kräftig und muskulös. Dank diesen einzigartigen Merkmalen ist die American Shorthair gern gesehen bei verschiedenen Katzenausstellungen.
Die American Shorthair ist zwar auch als Wohnungskatze geeignet, doch sie zieht ein Leben mit dem regelmäßigen Freigang vor. Damit sich die Katze wohlfühlt, wird ein Haus mit Garten empfohlen. Die verspielte Katze freut sich oft auch über Gesellschaft von Artgenossen. Wenn man die American Shorthair nur als Wohnungskatze hält, so muss man der Katze viele Spiel- und Klettermöglichkeiten zur Verfügung stellen. Da die American Shorthair ziemlich gelassen ist, eignet sie sich gut für Familien mit Kindern.

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Rassekatzen – die edelsten Katzen überhaupt

Mit Sicherheit wird jeder Katzenbesitzer mit Stolz behaupten, dass seine Katze einzigartig ist. Und das ist einfach wunderbar. Viele fragen sich allerdings, was überhaupt Rassekatzen sind. Was zeichnet eine spezielle Rasse überhaupt aus? Sind Mischlingskatzen automatisch keine Rassekatzen mehr? Gerade frisch gebackene Katzenbesitzer, oder jene, welche sich zum ersten Mal eine Katze anschaffen möchten, stellen sich häufig diese Fragen. Hier kommt die Erklärung, was eine Katze zur Rassekatze werden lässt, und warum diese bei Katzenshows prämiert werden können.

Rassekatze

Die Definition einer Rassekatze

Ein bisschen Wissenschaft gehört dazu, denn als Rassekatze darf man nur Katzen bezeichnen, welche den Richctlinien eines felinologischen Dachverbandes entsprechen. Hier runter fallen nur Katzen, welche gemäß des gültigen Rassestandards gezüchtet wurden. Wer eine Katze vom Züchter kauft, erhält in der Regel einen Stammbaum des anerkannten Zuchtvereines. Der Züchter trägt sämtliche Daten auch in sein Zuchtbuch ein. So dokumentiert er quasi die Katze. Der Rassestandard legt fest, welche wesentlichen Merkmale eine Katze einer bestimmten Rasse aufweisen muss. Weiterhin werden Katzen in verschiedene Rassen eingeteilt.

Dies isst ähnlich wie beim Hund: Ein Dackel ist kein Weimaraner, und ein Damaltiner kein Schäferhund. So werden auch Katzen entsprechend der Rasse unterteilt. Wer eine Katze aus dem Tierheim holt, kann dennoch eine Rassekatze zu Hause haben. Denn nicht alle Katzen oder Kater aus dem Tierheim sind automatisch auch Rassemischungen. Generell ist es so, dass eine Rassekatze über mehrere Generationen gezüchtet wird. Das bedeutet, dass sie rein gezüchtet wird. Damit soll verhindert werden, dass sich andere Rassen in die ursprüngliche Rasse einmischen können. Eine reinrassige Katze trägt die Rassemerkmale ihrer Rasse und vererbt diese regelmäßig nachweislich. Die daraus resultierenden Katzen vererben ebenfalls nachweislich reinrassig an ihren Nachwuchs, usw..

Wer sich intensiver mit den unterschiedlichen Katzenrassen beschäftigt, wird feststellen, dass es deutlich mehr Rassen gibt, als viele zu erst annehmen. Generell werden die verschiedenen Rassen aber in drei Hauptkategorien unterteilt. Diese sind Kurzhaarkatzen, Halblanghaarkatzen und Langhaarkatzen. Je nach Kategorie fallen dann die einzelnen Rassen der Katzen darunter. Wer eine Katze beim Züchter erwirbt, weiß welche Kategorie seine Katze hat. Wer allerdings noch in der Phase des Suchens nach einer passenden Katzenrasse ist, sollte nicht ausschließlich nach dem Aussehen gehen. Jede Rasse hat ihre ganz typischen Eigenschaften. Manche davon sind familiärer, andere deutlich verspielter, wiederum andere benötigen mehr Freiraum. Generell gilt jedoch, das jede Katze, trotz Rasse, ihren ganz individuellen Charakter aufweist. Wichtig ist auch, dass nicht jeder Rassestrend mitgemacht werden muss. Eine Katze ist ein wundervolles Lebewesen. Werden bestimmte Rassen extrem nachgefragt, so kann es passieren, dass diese überzüchtet werden. Dann können gesundheitliche Probleme auftreten.

Die Definition einer Rassekatze

Der Preis der Katze richtet sich häufig auch nach ihrer Rasse. Es gibt hier große Unterschiede. Wer eine besonders rare Rasse wünscht, oder auf der Suche nach Edelrassen ist, der muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Aber es gibt auch andere Fälle. Katzen von besonders renommierten und ausgezeichneten Zuchten können ebenfalls sehr hochpreisig sein. Denn sie weisen einen langen Stammbaum aus, welcher über exzellente Vorfahren verfügt. Solche Katzen haben in der Regel bei Katzenshows hervorragende Chancen, da sie über ausgezeichnete Gene verfügen, und das sogar sprichwörtlich, denn ihre Vorfahren wurden allesamt prämiert.

 

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American Wirehair – die intelligente Gesellin

Die American Wirehair wird auf Deutsch auch als Amerikanische Drahthaarkatze bezeichnet. 1966 wurde die erste American Wirehair in einem Wurf einer Bauernhofkatze in New York, Verona, entdeckt. Der Kater hatte ein eigenartiges drahtiges und rot-weißes Fell. Dieses Fell ist aufgrund eines Gendefektes entstanden. Eine örtliche Züchterin übernahm die Katze und startete mit einer Wurfschwester ein Zuchtprogramm. Diese Verpaarung wurde mehrfach wiederholt, bis die heutige Amerikanische Drahthaarkatze entstanden ist. Obwohl diese Rasse bereits seit 1967 registriert ist, wurde die American Wirehair erst 1978 anerkannt.

American Wirehair

Photo: © Heikki Siltala.

Die American Wirehair ist mittelgroß und muskulös. Die Katze wirkt geschmeidig, hat aber einen runden und gut entwickelten Brustkorb. Sie hat mittellange Beine, die mit kräftigen Pfoten enden. Der Schwanz hat einen breiten Ansatz und ist am Ende der Spitze abgerundet. Das Gesicht ist rund mit hohen Backenknochen und einer massiven Schnauze. Die Augen sind ausdrucksvoll und stehen weit auseinander. Das Fell der American Wirehair ist natürlich das auffälligste Körpermerkmal. Es ist gelocht, elastisch und dicht mit gekrümmten Deckhaaren. Im Vergleich zu anderen Katzen, ist das Fell der American Wirehair sehr rau. Man hat das Gefühl, dass man ein Lamm streichelt. Bei Katzenausstellungen sieht man die American Wirehair in den verschiedensten Farben.

Die American Wirehair ist zutraulich, liebevoll, intelligent, freundlich und gutmütig. Diese Katzen lieben Gesellschaft und kommen auch mit Hunden, Kindern und anderen Haustieren problemlos aus. Sie sind bis ins hohe Alter verspielt und sehr aktiv. Sie möchte sich jeden Tag austoben, schätzt aber auch einen ruhigen Schlafplatz.

Die Amerikanische Drahthaarkatze ist sehr bewegungsfreudig und braucht viel Abwechslung und Platz. Sie fühlt sich daher nicht gerade wohl in kleineren Wohnungen. Es wäre auch gut, wenn ein gesicherter Balkon oder ein großes Gehege vorhanden wären. Wenn dies nicht möglich ist, sollte man für viele Spielmöglichkeiten und einen Kratzbaum sorgen. Bei helleren Exemplaren muss man vorsichtig sein, weil diese sehr empfindlich auf UV-Strahlung reagieren.

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Britisch Kurzhaar – die Nationalkatze der Briten

Britisch Kurzhaar – die Nationalkatze der Briten

Diese Katzenrasse wurde vor 2000 Jahren von römischen Soldaten auf die britischen Inseln gebracht und blieben dort, lange nachdem die Römer vertrieben waren. Die Britische Kurzhaar entwickelte sich zur britischen Variante der Bauernhofkatze. Ihre Entwicklung geschah auf den Inseln, isoliert von anderen Katzenrassen, was sie zur robusten Mäusefängerin mit wasserabweisendem Fell machte. Bis heute ist sie eine treue Gefährtin der Menschen geblieben.

Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts fing man an, die Britisch Kurzhaar gezielt zu züchten. Der spätere Richter bei Katzenausstellungen für die Britisch Kurzhaar, Mr. Jung, sagte schon damals voraus, dass die britischen Katzen mit planvoller Züchtung zur Rasse mit aristokratischen Stammbäumen und dementsprechend sehr gefragt sein werden.

Zur britischen Nationalkatze wurde diese Rasse 1871, als eine blaugetigerte Britische Kurzhaar die Siegerin der ersten Katzenausstellung im Crystal Palace wurde. Ihr Besitzer war der Urvater aller Katzenausstellungen – Harrison Weir. Damit erlangte die Britische Kurzhaar adeligen Status. Im 20. Jahrhundert wurden die Britisch Kurzhaarkatzen einfarbig, in Weiß, Schwarz und Blau, außerdem getigert, smoke, getupft, schwarz-weiß und torti gezüchtet und ausgestellt. Später änderte sich jedoch der Geschmack der Katzenliebhaber und es wurden andere Varianten bevorzugt.

Nach den Weltkriegen kam es aus Not zu Auskreuzungen und so veränderte sich das Erscheinungsbild der Britisch Kurzhaarkatzen. Heute läuft alles rund beim Aussehen dieser Rasse. Der runde Kopf und der runde Körper stimmen mit dem eher unkomplizierten Verhalten überein. Die äußerst schöne Katzenrasse Britisch Kurzhaar gehört heutzutage auch in Deutschland zu den beliebtesten Hauskatzen. Sie ist eine pflegeleichte Katzenrasse – vorausgesetzt es ist für genügend artgerechter Beschäftigung gesorgt. Die Britisch Kurzhaar gilt als sanftmütig und anpassungsfähig. Eine Schoßkatze ist sie zwar nicht, aber Kuscheleinheiten von Zeit zu Zeit sind sicherlich mit drin. Sie verträgt sich in der Regel gut mit anderen Haustieren.

Bild: Alexandra

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Vom Stubentiger zum Champion

Vom Stubentiger zum Champion

Katzen sind wunderbare und faszinierende Tiere. Ihre einzigartigen Charaktereigenschaften sowie ihr Aussehen begeisterten schon immer die Menschen. Nun interessieren sich sicherlich viele Katzenbesitzer dafür, wie aus ihrem geliebten Schatz vielleicht sogar ein echter Champion werden kann. Wie stehen die Chancen auf einen Titel bei Ausstellungen von Rassekatzen? Wer vor hat, sich und seine Katze bei Katzenshows anzumelden, sollte wissen, wie die Bewertungen funktionieren. So wird auch klar, welche Katzen die besten Optionen auf einen der begehrten Titel haben.

Für die Bewertung das A und O: Der Rassestandard

Neben dem traditionellen Richten gibt es in Deutschland immer mehr das Ringrichten. Beide Varianten wurden in einem anderen Beitrag ausführlich beschrieben. Beim Ringrichten werden die Zuschauer, also die Besucher der Ausstellung mit einbezogen. Das Richten findet nicht hinter verschlossenen Türen statt, sondern alle können und dürfen zusehen. Hier können dem Zuschauer auch Fakten erklärt werden. Häufig erklärt der Richter, welche Rasse er nun vor sich hat und welche Besonderheiten des Rassestandards gelten.

Dies ist der wichtigste Punkt beim Richten. Der Rassestandard entscheidet darüber, wie nah eine Katze dem ausgegebenen Standard ihrer jeweiligen Rasse kommt. Je mehr sie den Vorgaben entspricht, desto höher fallen die Punkte aus,die sie erhält. Hier werden verschiedene Faktoren berücksichtigt. Vor allem werden Fell und Farbe sowie Größe und rassespezifische Merkmale beachtet und bewertet.

Unterschiedliche Richtverfahren der Verbände

Zwar gibt es Grundlagen zur Bewertung bei Katzenshows, aber nicht jeder Verband schöpft diese gleich aus. Einzelne Vereine gestalten ihre Bewertungsverfahren individuell. Die Dachverbände allerdings Richten Katzen immer nach ihren Vorgaben. Das Richten bei der TICA ist beispielsweise sehr genau. Hier wird auch darauf geachtet, ob die Katzenkrallen an den Spitzen ordentlich zurück geschnitten sind. Ist dies nicht der Fall, so könnte ein Tier vom Richter aus dem Wettbewerb genommen werden.

Generell gilt aber: Trächtige, rollige und kranke Tiere dürfen bei keiner Katzenausstellung teilnehmen. Deswegen gibt es schon in den frühen Morgenstunden tierärztliche Kontrollen am Einlass der Shows. Je nach Verband, oder Verein, der die Katzenausstellung ausrichtet, sollten die Regeln und Vorgaben vor Anmeldung genau gelesen werden. Nur so lässt es sich vermeiden, dass nach viel Aufwand das Tier doch noch am Showtag disqualifiziert wird.

Ringrichten – kurzer Ablauf

Warum das Ringrichten so beliebt ist, ist recht einfach. Sowohl die Zuschauer, als auch die Teilnehmer profitieren von dieser Form des Richtens. Jede Katze erhält eine Nummer. Diese Nummer wird dann für den jeweiligen Ring aufgerufen. Nun muss die Katze einfach in den leeren Käfig gesetzt werden, an dem die Nummer der Katze zu sehen ist. Jetzt muss der Besitzer den Ring verlassen. Sobald das Richten beendet ist, wird die Nummer abgenommen und das Tier kann dann wieder aus dem Ring geholt werden. Dabei ist zu beachten, dass der Richter den Ring erst freigeben muss.

Um Vorzüge oder Bevorteilungen zu vermeiden, haben die Richter in ihrem Buch lediglich die Teilnehmernummer, die Rasse, Kategorie, die Farbe, das Geschlecht sowie das Alter und die Division stehen. Dies soll dafür sorgen, dass alle Tiere gleichwertig eingeschätzt werden können. Nach der Auswertung erfolgt dann die Prämierung. Um Champion werden zu können, braucht das Tier 300 Punkte. Diese kann es nur in einem Finale erreichen. Das bedeutet, dass die Katze bis ins Finale kommen muss, um anschließend einen der begehrten Championatspreise zu erhalten.

Photo: maxmann

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