Die Katzenzucht und ihre Risiken

Wie bei Hunden auch, sind Rassetiere bei Katzen besonders beliebt. Ihre einzigartigen Charaktereigenschaften, ihre Farben und Zeichnungen sorgen dafür, dass viele sich gerne eine Rassekatze zulegen möchten. Wer selber züchten möchte, muss sich aber darüber im Klaren sein, dass es konkrete Einschränkungen gibt. Welche Risiken die Rassekatzenzucht mit sich bringt und wie die ideale Vorgehensweise ist, das erfahren Sie heute hier.

Vorsicht beim Kauf von „Rassekatzen“

Leider boomt der Schwarzmarkt mit vermeintlichen Rassekatzen. Viele davon sind sogar tatsächlich renrassig. Doch in der Regel stammen sie aus dem Ausland. Die Verhältnisse wie die Muttertiere und Jungtiere dort gehalten werden, sind erbärmlich. Die Tiere fristen ein tristes Dasein. Die Muttertiere müssen einen Wurf nach dem anderen ablegen. Sobald die Elterntiere ausgedient haben, werden sie wie Müll entsorgt. Den Jungtieren blüht meist eine stundenlange, teilweise tagelange fahrt in engen Käfigen und stickigen Transportern. Meist sind die Tiere mit Parasiten verseucht. Auch Impfungen werden in der Regel nicht, oder nur unvollständig vor Ort ausgeführt. Daher sollte jeder, der sich für eine Rassekatze interessiert, nicht auf die billigen Angebote aus dem Ausland hereinfallen. Leider tarnen sich die Tiertransporter, und Vermehrer meist mit deutschen Accounts. Wer also eine Katze, die üblicherweise für mehrere Hundert Euro gehandelt wird, für wenig Geld findet, sollte stutzig werden.

Rassekatze

Photo: Pixabay_darkmoon1968

Unkontrolliertes Vermehren ist bei Verbänden untersagt

In den meisten Vereinen wird in der Satzung eine unkontrollierte Massenzucht generell untersagt. Grundsätzlich ist eine Massenzucht im größten Teil der Vereine und Verbände nicht gestattet. Der Grund hierfür ist, dass die Tiere gesund heranwachsen sollen, und auch die Elterntiere entsprechend geschützt werden müssen. Auch Hobbyzuchten werden entsprechend kontrolliert, sofern sie im Verband angemeldet sind. Reine Vermehrungszuchten zielen meist darauf ab, Gewinn zu erwirtschaften. Dies sehen Verbände und Vereine überhaupt nicht gerne. Es geht darum, schöne Tiere und deren Rassen zu erhalten, aber nicht im ungesunden Maße auf den Markt zu schwemmen. Diese Massenvermehrung wird auch gerne als Überzüchtung bezeichnet, da häufig verwandte Tiere gepaart werden. Diese unsauberen Zuchten können zu schweren Gendeffekten bei folgenden Generationen führen.

Saubere Zucht für die Erhaltung der Rassekatzen

Bei der Zucht von Rassekatzen geht es darum, die Rassemerkmale und den Standard einer Rasse zu verbessern. Außerdem sollen auch seltene Rassen, so erhalten bleiben. Deswegen gibt es in vielen Vereinen gezielte Regeln dazu, wie die Zucht angesetzt sein sollte. Bei Verbänden und Vereinen ist der Verkauf von gezüchteten Katzen an Kaufhäuser, Tierhandlungen oder Zoohandlungen sowie an Versuchslabors strikt untersagt. Außerdem ist es auch verboten, sich einen Deckkater zu halten, nur um damit Geld zu erwirtschaften.

Als Züchter gilt derjenige, der zum Zeitpunkt des Wurfes der Jungtiere im Besitz der Mutterkatze ist und ihr Eigentümer ist. Auch gilt als Züchter der Besitzer einer Katze, die gedeckt wird. Das Ausleihen von Katzen untereinander ist übrigens in der Regel nicht gestattet. Eine ordentliche Zucht zeichnet sich dadurch aus, dass der Züchter sich an die Reglements des Verbandes hält. Des Weiteren züchtet er nicht, um Gewinn zu erwirtschaften, und vor allem im gesunden Maße. Außerdem müssen auch die Haltungsbedingungen für Elterntiere und Jungtiere entsprechend sein, sodass die Tiere gesund heranwachsen können.

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