Die Sibirische Katze auf einer Ausstellung

Bei besonderen Rassen möchten die Besitzer häufig gerne an Ausstellungen teilnehmen. Natürlich stellt sich dann auch die Frage, ob die Katze das Potential aufweist. Zudem interessieren sich viele Katzenbesitzer, welche Ambitionen für Katzenshows haben, welche Kriterien zum Rassestandard ihres Tieres zählen. Wichtig ist für viele auch der Hintergrund. Warum ist meine Katze als Rasse sehr beliebt, oder eher eine Seltenheit auf Shows? Antworten auf diese Fragen, sowie die Geschichte der Sibirischen Katze bei Ausstellungen, bekommen Sie heute hier.

sibirische katze

By Cybercop2000 (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Die Sibirische Katze – Rassedefinition

Die Sibirische Katze zählt zu den halblanghaarigen Rassekatze. Ihr Erschienungsbild wird als recht kräftig beschrieben. Offiziell gezüchtet wird die Sibirische Katze allerdings erst seit 1987. Da sie als sehr edel und schön gilt, wurde sie rasch weltweit sehr beliebt. Die russische, halblanghaarige Hauskatze gilt als der Vorfahr der Sibirischen Katze.

Ihre Ahnen wurden nicht züchterisch beeinflusst. So zählt heute diese besondere Katzenart zu den natürlichen Rassen. Überraschenderweise wird sie sogar den Waldkatzen zugeordnet. Dadurch ist sei eine wunderschöne Seltenheit. Gemeinsam mit der Norwegischen Waldkataze und die Maine Coon ist die Sibirische Katze die Gruppe der Waldkatzen. Verbreitet ist sie üblicherweise in ganz Russland, sowie in den Grenzgebieten der ehemaligen Sowjetunion.

Der Werdegang der Sibirischen Katze

Generell sollte jeder wissen, dass der Begriff Sibirische Katze im Grunde keine Bezeichnung für eine Rasse ist. Er wird generell für kräftige Katzen, mit einem vollen und langhaarigen Fell verwendet. Es gibt in Russland und der ehemaligen Sowjetunion viele langhaarige und kurzhaarige Katzen. Bei einem herkömmlichen Hauskatzenwurf kann es also auch vorkommen, dass darunter langhaarige Kätzchen zu finden sind. Der Grund hierfür ist, dass das Gen der Langhaarkatzen rezessiv vererbt wird. Genau diese „Ausnahmen“ in Würfen sind der Grundstück für die Zucht der Sibirischen Katze.

Heute herrscht noch immer Uneinigkeit darüber, woher die Sibirische Katze tatsächlich stammt und wo genau ihre Genese liegt. Es gibt hier mehrere Thesen. Dennoch gilt diese Katzenart heute als eine der Begehrtesten. Deswegen wird sie auch gerne auf Ausstellungen präsentiert. Vor allem in Westeuropa waren langhaarige Katzen bis ins 19. Jahrhundert sehr selten. Deswegen waren schon damals viele an den schönen Tieren interessiert. Sie fielen ihnen beispielsweise bei Reisen nach Russland auf. Einige der Reisenden nahmen die Katzen auch mit nach Hause. Und so begann dann schließlich auch die Geschichte der Zucht der Sibirischen Katze.

Die Anfänge der Zucht der Sibirischen Katzen

Im Londoner Kristallpalast organisierte Harrison Weir im Jahr 1871 die erste Katzenausstellung. Hier sollen auch Langhaarkatzen ausgestellt worden sein, die ihren Ursprung in der russischen Katze hatten. Hier soll auch der Grundstock für die Zucht von Rassekatzen gelegt worden sein. So wird heute darauf geschlossen, dass auch die Sibirische Katze hier ihren Zuchtanfang hat. Ganz am Anfang gab es jedoch kaum langhaarige Katzen, sodass viele unterschiedliche Rassen miteinander verpaart wurden. Auch die russischen Langhaarkatzen sind in diesem Genpool zu finden. Später sollen hier heraus auch die Perserkatzen entstanden sein. Die besten Tiere eines Wurfes wurden dann zur weiteren Zucht eingesetzt. So wurde in wenigen Jahrzehnten erreicht, dass viele unterschiedliche Rassen entstanden und deren heutiger Standard immer weiter gefestigt werden konnte.

Der Rassestandard der Sibirischen Katze

Der Rassestandard der Sibirischen Katze ist heute klar definiert und manifestiert. Je Vereinszugehörigkeit, oder Zugehörigkeit der Dachorganisationen können sich die äußerlich festgelegten Merkmale für den Rassestandard unterscheiden. Generell sollte die Sibirische Katze keine der Farben Cinnemon und Fawn aufweisen. Ebenfalls bei dieser Rasse sind die Farben Chocolate und Lilac nicht zugelassen. Alle übrigen Farben können hier erlaubt sein, da es sich um die Gruppe der Waldkatzen handelt. Sogar die Pointvariante ist hier möglich. Diese hat jedoch eine eigene Klassifzierung und wird unter dem Namen Neva Masquarade geführt. Die FIFe führt diese Variante sogar als komplett eigenständige Rasse. Der Standard ist für diese Rasse ebenso gleich gestaltet, wie der der klassischen Sibirischen Katze.

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