//Diese Rasse ist extrem beliebt, auch bei Katzenshows
Perserkatze

Diese Rasse ist extrem beliebt, auch bei Katzenshows

Wer sich schon einmal gefragt hat, welche Katze auf Rassekatzenausstellungen sehr beliebt ist, der bekommt hier eine Antwort: Die Perserkatze. Kaum eine Ausstellung kommt ohne die beliebten Perser aus. Sie zeigen dabei eine große Bandbreite an Rassestandards und typischen Charakterzügen. Doch was ist eine Perserkatze eigentlich und warum ist diese Katze eine der beliebtesten Rassen der Welt? Auch hierauf gibt es Antworten. Und diese bekommen Sie heute mit diesem Beitrag.

Perserkatzen haben so gut wie nichts mit Persien zu tun

Auch wenn ihr Name darauf schließen lässt, die langhaarige Schönheit hat so gut wie nichts mit Persien, also dem heutigen Iran, zu tun. Sie soll aus dem Norden Russlands stammen und daher auch ihr dichtes Fell entwickelt haben. Hier ist es nämlich sehr kalt und dies könnte zu dem üppigen Fellwuchs geführt haben, welcher heute rassetypisch von Generation zu Generation weiter vererbt wird. Doch wie kam dann die Namensgebung überhaupt zu Stande?

Laut Überlieferungen soll es sich dabei um eine Verwechslung handeln. Denn die Tiere waren an Bord eines Schiffes, das aus dem Nahen Osten in den Westen unterwegs war. Heute weiß man, dass die Perser-Katze aus einer Kreuzung zwischen einem Russisch Langhaar und einer einheimischen Hauskatze, der Türkisch Angora, aus dem Nahen Osten hervorgegangen ist. Dies wäre auch eine gute Erklärung für das Fell der Perserkatze an sich, denn sie verfügt über rein dichtes, und seidig weiches Fell. Damit wäre die Dichte von der russischen Katze, die Weichheit der Angora gegeben.

Die Perserkatze war ein Prestigeobjekt

Für einen langen Zeitraum war der Besitz einer Langhaarkatze ein besonderes Merkmal. Sie wurden als Prestigeobjekt eingesetzt und sollten Privileg und Macht demonstrieren. Daher auch ihr Preis und Wert, denn sie waren ausschließlich den Reichen und Mächtigen vorbehalten. Noch heute hängt ihnen das Image der aristokratischen Katze nach. Dabei konnte sie nichts dafür. Sie hatte eben ein wunderschönes Fell, das sie bis heute trägt. Das Luxusgeschöpf ist längst eine Katze für jeden geworden. Dennoch sind natürlich ihre Besitzer nicht ohne Stolz, wenn sie so eine hübsche Katze ihr Eigen nennen dürfen. Eines muss jedoch klar sein: Diese Katze stellt hohe Anforderungen an ihre Familie. Denn sie ist nicht wirklich in der Lage sich selbst zu versorgen und ist eine klassische Hauskatze. Sie braucht regelmäßig viel Pflege, damit ihr Fell ordentlich bleibt.

Die Fellfarben und -Muster der Perser sind überragend

Züchter entwickelten im Laufe der Zeit immer weitere Farbbilder des Fells der Perserkatze. Sie erhielt immer neue Farbschläge und Farbmuster. Es gab sogar zeitweise weit mehr über 60 verschiedene Varianten davon. Gleichzeitig wurden auch ihr Körperbau und das Gesicht sowie das Fell optimiert. Ihr Gesicht wirkt heute viel flacher, als es ursprünglich der Fall war. Neben den herrlichen Farben der Perserkatze hat sich jedoch auch ein großes Problem eingestellt. Dieses wird bei internationalen Katzenausstellungen besonderes klar. Jedes Land hat seine eigenen Perserzüchtungen. Diese unterscheiden sich teilweise erheblich voneinander, sodass dies bei Wettbewerben häufig zu großen Debatten führt.

Meinungsverschiedenheiten sind hier fast immer vorprogrammiert, da die Bewertung durch die Richter sehr schwer werden kann. Einige Punkte sind jedoch bei allen Persern überwiegend gleich. So weißt diese Katzenrasse einen einzigartigen rundlichen Körper auf. Das dichte und seidige Fell, der kurze Hals und der gedrungene Rumpf werden durch kurze Beine und einem buschigen Schwanz ergänzt. Der Kopf ist breit und die buscheligen Ohren sitzen tief an ihm.

Der Charakter der Perser-Katze

Perser gelten eher als ruhige und fügsame Katzen. Auch wird ihnen nachgesagt eher zurückhaltend und sanft zu sein. Des Weiteren sollen sie sehr unbeschwert und ausgeglichen im Wesen sein. Weitere charakterliche Eigenschaften sind ihre Gutmütigkeit, ihr Sanftmut und ihre Zärtlichkeit. Dem Menschen gegenüber sind sie sehr freundlich und offen sein. Allerdings gilt dies nur für Tiere, die ebenfalls liebevoll behandelt werden. Geraten Perser unter Stress, oder fühlen sich vernachlässigt oder orientierungslos, so können sie schnell beißen, kratzen oder aggressiv fauchen. Bei Tieren, die auf Ausstellungen unter Stress geraten, konnte schon manchmal aggressives Verhalten festgestellt werden. Allerdings ist dies nicht ausschließlich auf diese Rasse beschränkt. Auch andere Katzen reagieren unter Stress gereizt. Wird sie aber so behandelt, wie es sich für eine Katze auch gehört, erhält sie genügend Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten, so ist die Perser ein treuer und sanfter Freund in allen Lagen.