Immer cool bleiben – Stress ist für Katzen extrem ungesund

Sicherlich ist eine Katzenausstellung immer eine aufregende Sache. Doch Katzen und Kater können bei Stress gesundheitlich leiden. Dabei gibt es klar Anzeichen und Signale, welche die Katze zeigt, wenn sie unter starkem Stress steht. Hier sollten Besitzer sofort reagieren, denn je länger die Katze unter dem Stress leiden muss, desto schlimmer können die Folgen sein. Wie dieser Stress erkannt wird, was dagegen unternommen werden kann und wie es Katzenhalter schaffen, dass ihre Stubentiger auch bei Veranstaltungen wie Katzenshows richtig cool und gelassen bleiben, das erfahren Sie heute hier.

Was kann ein Zeichen für Stress bei Katzen sein?

Jede Katze reagiert anders auf Stress. In diesem Punkt sind Katze wie alle Lebewesen. Die Einen möchten in Ruhe gelassen werden und verstecken sich, oder ziehen sich zurück. Die Anderen sind gereizt, werden aggressiv, oder gar unsauber und machen in die Wohnung. Wer seine Katze gut kennt, weiß genau, wann etwas mit ihr nicht stimmt und wann sie sich unwohl fühlt. Gerade bei neuen Situationen, wie sie bei Ausstellungen und Katzenevents aufkommen, sollte man genau beobachten, wie es dem Tier dabei geht.

Stress ist für Katzen immer eine schwierige Angelegenheit. Ihr Puls und Herzschlag werden schneller, sie atmet häufig zügiger und flacher und es kann so auch sogar zu einer Ohnmacht bei Katzen kommen. Dies passiert vor allem dann, wenn die Aufregung viel zu viel wird für das Tier. Ältere oder kranke Katzen können dabei sogar einen Herzinfarkt erleiden, wenn der Stress zu viel wird. Ganz wichtig dabei ist: Die Katze muss sofort, wenn die ersten Anzeichen für Stress da sind, aus der Situation genommen werden. Es muss unverzüglich für Entspannung gesorgt werden.

Was kann bei Katzen Stress auslösen?

Katzen sind sehr sensibel und reagieren nicht nur bei neuen Situationen oder Veränderungen gestresst. Es genügen häufig schon Kleinigkeiten. Bekommt die Katze wenig Aufmerksamkeit, kann dies bereits erste Stress-Situationen bei der Katze auslösen. Als Hauptauslöser für Stress bei Katzen gilt vor allem die Veränderung. Schon kleinste Änderungen in der Gewohnheit, oder Umgebung oder einem Tagesablauf können die Katze in Stress versetzen.

Häufig kann die Katze jedoch auf die neue Situation, oder die Veränderung trainiert werden. Sie gewöhnt sich mit der Zeit daran. Hierfür ist Geduld, Liebe, Einfühlungsvermögen sowie Ausdauer und Konsequenz gefragt. Dennoch sollte die Katze beruhigt werden, wenn sie die Situation stark unter Stress setzt. Vor allem neue Mitbewohner, ob tierisch oder menschlich, können die Katze sehr stressen. Auch ein Umzug, oder eine Renovierung kann bei der Katze Stress auslösen. Jedoch sind auch Katzen in der Lage sich an die neuen Situationen und Gegebenheiten zu gewöhnen, wenn sie entsprechend von ihren Menschen aufgefangen werden.

So kann Stress bei Katzen erkannt werden

Es reagiert zwar jede Katze anders auf Stress, und bei einigen können auch mehrere Signale gleichzeitig beobachtet werden, während andere in ihren Anzeichen für Stress auch variieren, wobei die gleich genannten Zeichen die häufigsten Signale für Stress bei einer Katze sind.

Die Katze putzt sich häufig vermehrt und übermäßig. Sie möchte quasi die Neuerung, oder Veränderung, beziehungsweise die stressige Situation wegputzen. Des Weiteren kann es auch vorkommen, dass sich die Katze versteckt. Viele Katzen reagieren mit Rückzug auf eine Veränderung. Andere wiederum verweigern das Essen, oder nehmen nur sehr wenig Nahrung zu sich. Dieser Zustand kann schnell gefährlich werden und sollte dringend beobachtet werden. Spätestens nach dem 2. Tag ohne ausreichend Nahrungsaufnahme sollte der Tierarzt konsultiert werden.

Zahlreiche Katzen reagieren auch mit Aggressivität auf die neuen Reize. Dabei kann sich ihre Aggression auch gegen ihre Besitzer stellen. Je nachdem, wer als erstes in der Nähe ist, ist quasi fällig. Manche Katzen lassen ihre Aggression auch an Gegenständen oder Blumen aus. Ist die Katze gestresst, so kann sie auch mit Rastlosigkeit reagieren. Hierbei läuft sie viel umher, schläft wenig und nimmt nur kurzzeitig Ruhepositionen ein, um diese schnell wieder zu verändern. Sie tigert quasi ständig umher und wirkt stellenweise extrem unentspannt. Andere Katzen miauen häufiger, oder lauter, während wiederum andere Katzen mit Unsauberkeit auf Stress reagieren.

Schnell für Entspannung sorgen und selber Ruhe ausstrahlen

Wenn der Besitzer nun auch noch in Hektik und Stress verfällt hat das ernsthafte Konsequenzen für die Katze, denn diese wird dadurch nur noch mehr in Stress versetzt. Es ist ganz wichtig, dass für die gestresste Katze sofort dafür gesorgt wird, dass sie zur Ruhe kommen kann. Hierfür eignet sich eine Katzenhöhle, oder ein der Katze bekannter Rückzugsort. Auch ein Karton kann eine gute Möglichkeit sein, sodass die Katze abschalten kann und die Außenwelt erst einmal ausblendet.

Ruhiges Reden, streicheln und einfach für die Katze da sein kann ebenfalls viel Wert sein. Laute Geräusche durch Fernseher oder Radio sollten unbedingt vermieden werden. Es kann auch ratsam sein die Katze für eine halbe Stunde intensiv zu beschäftigen. Ein Spiel, das sie gerne hat, oder eine Aktivität, die ihr vertraut ist, könne wahre Wunder wirken und lenken sie ideal vom Stress ab. Außerdem lässt sich so auch angestaute Energie wunderbar abbauen.