Kurze Beinchen – die Munchkin Katze und ihre Eigenschaften

Die Munchkin Katze ist eine niedliche Rasse. Viele lieben sie, aufgrund ihrer kurzen Beinchen. Vor einiger Zeit gab es eine Werbung eines bekannten Katzenfutterherstellers. Damals erlangte die Katze Berühmtheit und schnell stieg auch die Nachfrage nach diesen Katzen. Doch was zeichnet sie aus und welche Eigenheiten weist sie auf? Hat sie bestimmte Charakterzüge und warum sind ihre Beine überhaupt so kurz? Auf diese Fragen gibt es heute eine Antwort.

Alles rund um die Munchkin Cat

In Deutschland gibt es die Munchkin-Katze in der Tat sehr selten. Wer diese Katze noch nie gesehen hat, wird sicherlich überrascht sein. Optisch wirkt sie nicht wirklich wie alle anderen sonstigen Rassekatzen. Eigentlich wirken die Munchkin Katzen wie Dackel. Sie haben extrem kurze Beine und verfügen dabei aber über einen normal gebauten Körper. Häufig müssen sich Züchter von Tierfreunden den Angriff gefallen lassen, dass aufgrund der kurzen Beine der Katze, die Munchkin eine so genannte Qualzucht sei. Allerdings muss dazu auch gesagt werden, dass nur aufgrund der kurzen Beine bislang keine gesundheitlichen Einschränkungen der Katzen bemerkt werden konnte. Die Tiere gelten als sehr ruhig, gelassen und intelligent.

Munchkin katze

By Sg0668commons (Own work) [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

Die Rassemerkmale der Munchik Katzen

Die charakterlichen Züge der kurzbeinigen Katzen sind sehr positiv. Sie gelten als anhänglich und sind treue Begleiter. Tatsächlich wird sich der Eine oder Andere bei dem Namen schon gefragt haben, woher dieser kommt. Vielleicht kommt er sogar bekannt vor, was nicht verwunderlich wäre, den der Name stammt vom Kinderbuch „Der Zauberer von Oz“ ab. Dort werden die kleinen Menschen so bezeichnet. Doch dies nur als Randbemerkung. Die Munchkin Cats können übrigens nur bedingt als Freigänger gehalten werden und müssen auch im Haus immer wieder betreut werden. Sie sind hin und wieder auf die Hilfe vom Menschen angewiesen.

Der Grund hierfür sind leider ihre kurzen Beine, denn aufgrund dieser können die Katzen und Kater nicht sehr gut klettern. Auch ihre Sprungkraft und ihre Sprunghöhe ist stark eingeschränkt. Sie können sich daher in der freien Wildbahn nicht gut zurecht finden und können auch im Haus hin und wieder auf Hindernisse stoßen, die für sie unüberwindbar sind. Die freundlichen Katzen haben kaum ein aggressives Verhalten. Dieses äußerst sich nur in Extremsituationen. Muchkin Katzen lieben ihren Menschen und bauen eine enge Bindung auf. Sie haben gerne Aufmerksamkeit und Gesellschaft. Diese Rasse gilt daher als sehr gut geeignet für ältere Menschen und Personen die einfach Zeit haben sich viel mit den Tieren zu beschäftigen. Sie bringt als erwachsenes Tier zwischen 2 und 4 Kg auf die Waage und kann bis zu 16 Jahre alt werden.

Wie die Muchkin Rasse entstanden ist

Die Frage wie diese Rasse entstanden ist, ist durchaus berechtigt. Denn natürlich sind die kurzen Beinchen eigentlich nicht. So wie Rassen mit sehr wenig, oder gar keinem Fell, sind auch die Muchkin Katzenbeine eher eine Art Anomalie. Ihren Ursprung hat die Katze in den USA. Als Fellfarben können sämtliche, denkbare Kombinationen vorkommen. Sie gilt als extrem selten und anhänglich. Ihr Rassestandard ist über die WCF, TICA definiert. Hierbei weisen die mittelgroßen Katzen einen muskulösen und kräftigen Körperbau auf. Ihre keilförmigen Ohren sehen recht groß aus und stehen aufrecht. Die mandelförmigen Augen sind ausdrucksstark und stehen leicht schräg zum Ansatz der Ohren und damit auch recht weit auseinander.

Die Unter- und Oberschenkel der Beine der Katzen sind fast gleich lang. Es gibt kurzhaar und langhaar Munchkins. Diese Rasse entstammt einer Genmutation. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es kurzbeinige Katzen in Europa. Diese ähnelten der heutigen Muchkin. Da aber der Krieg in Europa folgte, wurde die Zucht dieser Katzen nicht weiterverfolgt. Sandra Hochenendel fand in den 80er Jahren die Rasse wieder. Sie lebte im amerikanischen Louisiana. Hochenendel verpaarte die Katze mit ihren eigenen Hauskatzen und erhielt unter den nachkommenden Kitten kurzbeinige Katzen und Kater. Die Katze, welche Sandra Hochenendel dafür nutzte war eine Fundkatze mit dem Namen Blackberry. Sie gilt heute als Begründer der Ursprungs-Munchkin.

Das sollte man noch über die Munchkin wissen

Munchkins sammeln gerne. Die kleinen Gegenstände werden von ihnen sogar aufbewahrt und unter Umständen sogar beschützt. Zudem gibt es eine Besonderheit: Gerät eine Munchkin in Gefahr, oder empfindet die Situation als solche, dann stellt sie sich wie ein Kaninchen auf die Hinterbeine. Wichtig ist vor allem, dass die Besitzer solcher Katzen die Fellpflege ernst nehmen. Denn aufgrund ihrer eingeschränkten Beweglichkeit, kann die Katze nicht alle Stellen erreichen.