Die seltenste Katzenrasse Europa

Wer hätte das gedacht: Es gibt eine Rassekatze, welche jeder kennt, die aber tatsächlich am seltensten in Europa gehalten wird. Welche das ist? Sie ist schwarz, wunderschön und hat einen Namen, der auch aus einem Comic stammen könnte. Sie hat ein kurzhaariges Fell und hat hellbraune, manchmal leicht grünlich wirkende Augen. Ursprünglich stammt sie aus den USA. Doch um welche Katze handelt es sich? Es ist die wunderschöne Bombay-Katze, welche viel zu unrecht so selten in Europa vorkommt. Wer sich für diese seltenen Schönheiten interessiert, erfährt hier alles über die Rasse, den Rassestandard und ihre Eigenschaften als Hauskatze.

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Photo: Von Bombaycats – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11710986

Die Bombay-Katze – das sind ihre Merkmale

Die schwarze Schönheit zählt zu den Kurzhaarkatzen und hat als Kater ein Gewicht im Durchschnitt von 5,6 Kilogramm. Die Kätzin bringt durchschnittlich 5,5 Kilogramm auf die Waage, woraus ersichtlich wird, dass Kater und Kätzin nah aneinander liegen. Die allgemein anerkannte Fellfarbe ist schwarz. Es sind keine Fellzeichnungen erlaubt. Folgende Zuchtstandards sind für die Bombay-Katze gegeben. Sie ist bei der CFA, TICA und bei der WCF als Standard anerkannt. Nicht anerkannt ist sie hingegeben bei der FIFé. Bei der GCCF ist sie zwar anerkannt, wird aber nicht gezüchtet. Nicht anerkannt ist sie auch bei der WACC. Daher hat es die Bombay-Katze nicht leicht, als Rasse wirklich in Erscheinung zu treten, da ein großer Teil der Verbände sie nicht anerkennt oder nicht züchtet.

Die Geschichte der Bombay-Katze

Bei der Bombay Katze handelt es sich faktisch gesehen um eine Rasse, die seit 1958 bereits anerkannt ist. Jedoch muss erwähnt werden, dass es sich um eine eigentliche Hybridrasse handelt. Gezüchtet wurde die erste Bombay-Katze von Nikki Horner. Sie war eine Züchterin aus den USA und lebte in Louisville in Kentucky. Sie hatte sich das Ziel gesetzt, eine Katze zu züchten, die aussah wie ein kleiner, schwarzer Panther. Sie wollte außerdem, dass diese Katze die charakterlichen Züge der Burma-Katze enthält. Zudem war es ihr ein Anliegen, dass sie so robust wie die American Shorthair wird. 10 Jahre lang züchtete Horner diese Katzen und erreichte dann schlussendlich das Exemplar, das sie sich genau so vorgestellt hatte. Sie präsentierte ihre Bombay-Katze der Cat Fanciers Association und erhielt die Anerkennung zugeteilt.

Das charakteristische Aussehen der Bombay-Katze

Tatsächlich wirkt diese Rasse wie eine kleine Ausgabe eines Panthers. Sie hat goldene, oder kupferfarbene Augen und verfügt über einen schmalen Körperbau. Ihr Fell ist komplett durchgängig schwarz. Meistens ist die Bombay-Katze kleiner als übliche Hauskatzen. Allgemein hat sie einen athletisch geformten Körper. Der Gang dieser Rasse ist ebenfalls einzigartig, denn sie schreitet und gleitet eher. Dies wirkt in der Tat ebenfalls wie ein Mini-Panther.

Der Charakter und die Zucht der Bombay-Katze

Auch wenn sie wie Raubkatzen, die zu heiß gebadet wurden, wirken so ist diese Rasse sehr anschmiegsam und lieb. Bekommt sie wenig Aufmerksamkeit kann sie schnell sehr aufdringlich werden, bis sie das bekommt was sie möchte. Streicheleinheiten genießt sie ebenso wie abwechslungsreiche Spiele. Zudem ist sie sehr geduldig und liebt ihren Menschen. Sie kann ideal im Haus gehalten werden und gilt als überaus kinderliebe und familienfreundliche Katze.

Die Gesellschaft von Artgenossen sowie ihrer Menschen weiß sie sehr zu schätzen. Die Zucht der Bombay-Katze ist eine kleine Besonderheit, denn sie wird in 3 Zuchtvarianten unterteilt. Dabei gibt es die ursprüngliche Form, die moderne Form und den europäischen Zuchttypen. Bei der modernen Form hat die Bombay-Katze eine breite, kurze Schnauze, welche ähnlich der der Perserkatze ist. Sie findet sich hauptsächlich in der Zucht in der Schweiz, den USA und Frankreich.

Leider ist diese Variante auch häufig Träger des rezessiven craniofacial headdefects. Bei der traditionellen Form gibt es leider weniger gute Nachrichten, denn bis auf wenige Exemplare gilt diese Version als ausgestorben. Sie sind genetisch gesund und es wäre wünschenswert, wenn sich hier eine Zuchtmöglichkeit fände, denn sie ist der Inbegriff der ursprünglichen Type der Bombay-Katze. Bei der europäischen Version findet sich eine länglichere Schnauze wieder. Außerdem weißt diese Katze auch größere Ohren auf.

Generell ist die europäische Bombay-Katze vom Körperbau größer, als die anderen Typen. Als reinerbige Katze gibt das Tier seine Gene pur weiter. Damit aber die Gesunderhaltung gewährleistet wird, muss eine Inzestzucht vermieden werden. Spätestens nach der 3. Generation sollte eine Katze der Ursprungsrasse zugekreuzt werden, weil ansonsten der Genpool extrem eingegrenzt wird.

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