Katze zu Hause

Sind Katzen im Haus deutlich besser aufgehoben?

Viele Katzenbesitzer streiten sich um die Frage, ob die Vierbeiner denn nun besser als Freigänger leben, oder besser im Haus bleiben. Was unterscheidet überhaupt die frei gehende Katze von einer reinen Hauskatze und welche Bedingungen sind aus Sicht der Haltung ideal? All diese Fragen können nicht pauschal beantwortet werden, denn hierzu muss genauer betrachtet werden, was der Katze gut tut und welche Bedingungen gegeben sein müssen, damit sowohl die eine als auch die andere Variante für das Tier ideal ist. Werfen wir einmal einen Blick auf die Hauskatze und ihr Pendant, die Freigängerkatze. Hier gibt es nämlich große Unterschiede und nicht jede Version ist für jede Katze einfach so geeignet.

Freigänger: Diese Katzen dürfen auf keinen Fall raus!

Es gibt Katzentypen die sollten auf keinen Fall einfach so ins Freie gelassen werden. Das sind vor allem Katzen, die aufgrund ihrer Rasse so gut wie kein Fell aufweisen. Sie können sich starke Hautverbrennungen unter der UV-Strahlung zu ziehen, sie könnten sich aber auch erkälten und unterkühlen. Daher sind diese Rassen üblicherweise auch nur als Hauskatzen erhältlich. Zudem gibt es Katzen, die sich in der freien Wildbahn nicht orientieren können. Taube oder blinde Katzen, beispielsweise, welche zuvor auch noch nie in dem Gelände gewesen sind, können sich hier schlecht zurecht finden und sollten zu ihrem eigenen Schutz, wenn dann nur in einen eingezäunten Garten dürfen.

Idealerweise werden sie hierbei beobachtet. Das Gleiche gilt auch für sehr junge oder bereits sehr betagte Katzen. Hier sollte immer zu Beginn mit ins Freie gegangen werden. Denn Fallen, Feinde oder gefährliche Situationen gibt es besonders für diese Katzen überall. An dicht befahrenen Straßen sollte sich gut überlegt werden, ob dies überhaupt machbar ist für eine Katze als Freigänger. Der größte Feind ist nämlich immer noch der Mensch mit seinen Autos, oder seiner allgemeinen Unachtsamkeit. Eine Katze ist schnell im Keller oder der Garage eingesperrt. Es gilt also immer abzuwägen.

Diese Katzen müssen ins Freie!

Katzen haben üblicherweise einen ausgeprägten Drang für Aktivität und Bewegung. Vielen Katzen tut es daher nicht gut, nur im Haus zu sitzen. Gerade aktivere Rassen wollen ins Freie, um sich dort gründlich auszutoben. Dabei geht es aber auch um das Erkunden des Reviers, sich mit anderen „Katzen-Kollegen“ auszutauschen und gleichzeitig seine Stärke und Macht im eigenen Viertel zu demonstrieren. Zudem sollten nur gesunde Katzen und Kater nach Draußen gelassen werden. Eine Katze, die einen starken Drang ins Freie hat einzusperren, beziehungsweise ausschließlich im Haus zu halten, kann übrigens schwere Schäden anrichten.

Diese beziehen sich nicht nur allein auf Gegenstände oder Möbelstücke, welche die Katze aus Langweile zerstört, sondern auch die Katze leidet. Ganz besonders ihre Psyche. Katzen, welche absolute Freigänger sind und dies auch klar zeigen, dürfen nicht eingesperrt werden. Diese Katzen können unter schweren Depressionen leiden, oder ein stark aggressives Verhalten gegenüber ihren Menschen entwickeln, wenn sie in ihrem Freiheitsdrang unterbunden werden. Diese extreme Einschränkung ihrer eigenen Freiheit, kann sogar soweit führen, dass die Tiere so depressiv werden, dass sie beginnen Futter zu verweigern, oder sich nur noch verkriechen. Dieses Verhalten ist gefährlich und kann dazu führen, dass die Katze schnell an Gewicht verliert, oder sich sogar selbst aufgibt. Daher sollte immer beobachtet werden, ob es sich um eine Katze mit starkem Freiheitsdrang handelt, oder ob man eher einen Stubentiger besitzt, der lieber gerne zu Hause bleibt.

Wie sicher ist der Freigang für Katzen heute?

In unseren Zeiten ist es nicht immer ganz einfach zu entscheiden, ob ein Freigang für die Katze wirklich machbar ist. Denn gerade die dicht bebauten Siedlungen, die Städte und die stark befahrenen Straßen machen es fast unmöglich eine Katze einen sicheren Freigang zu ermöglichen. In Großstädten ist es heute so gut wie nicht machbar, dass Katzen als Freigänger gehalten werden können. Auf dem Land, beziehungsweise in der Vorstadt, sieht es schon etwas anders aus. Hier können Katzen meist unbeschwerter nach Draußen und ihre Freiheit genießen. Natürlich besteht auch hier immer das Risiko von Unfällen mit Autos, aber diese sind deutlich reduzierter, als in der belebten Stadt. Es muss tatsächlich jeder Katzenhalter selbst entscheiden, ob er seine Katze nach Draußen lassen möchte oder nicht. Wichtig dabei ist, dass die Katze einen Chip hat und bei Tasso registriert wird. Sollte sie nämlich vermisst werden, kann sie darüber gemeldet werden. Wird sie gefunden, bei einem Tierarzt abgegeben, oder zum Tierheim gebracht, kann über den Chip und die Registrierung bei Tasso der Halter ausfindig gemacht werden. So kann die Katze dann seinem rechtmäßigen Besitzer wieder übergeben werden.