//Welcher Maßstab gilt für das Züchten von Katzen?
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Welcher Maßstab gilt für das Züchten von Katzen?

Das Ziel einer seriösen Zucht ist es, die Rasse der Katze zu erhalten, und aus gesundheitlich positiver Sicht zu optimieren. Dabei müssen die Richtlinien zur Zucht der jeweiligen Katze eingehalten werden. Dies spielt eine große Rolle, denn Züchter sind üblicherweise in einem Zuchtverband registriert. Sie dürfen damit auch Ausstellungen besuchen und ihre Zuchtkatzen und -kater sowie ihre Kitten bewerten lassen. Doch das ist natürlich noch nicht alles, denn so eine Katzenzucht ist an gewisse Regeln gebunden. Hier gibt es einen kurzen Überblick dazu, an was sich Züchter alles halten müssen, um seriös züchten zu dürfen.

Jeder Verband hat seine eigenen Regeln

Fakt ist, dass es in jedem Verband eigene Reglements gibt, die das Züchten von Katzen betrifft. Allerdings ähneln sich diese Punkte häufig und werden durch individuelle Unterpunkte ergänzt. Des Weiteren geben viele der Vorschriften auch die Zuständigen Dachverbände aus. Hier folgen nun die wichtigsten Regeln, die bei der Katzenzucht berücksichtigt werden müssen. In der Regel wird der Züchter dazu verpflichtet einen so genannten Zwingernamen zu führen.

Das bedeutet, dass meist die Kitten, welche im Zwinger des Züchters das Licht der Welt erblicken, zusätzlich zu ihrem Vornamen auch den Namen des Zwingers tragen. Das ist bei Hunden übrigens ebenso üblich. So kann ein Kitten den Vornamen Ella erhalten und bekommt dann den Zwingernamen „von der großen Weide“ angehängt, wenn dies der Zwingername wäre. Damit hieße der Nachkomme Ella von der großen Weide. Was die kommenden Besitzer dann daraus übernehmen, oder ob sie ihrem Kitten einen ganz eigenen Namen geben, hängt ganz von ihnen ab.

Wer gilt heute überhaupt als Züchter?

Wer in einem Verein oder Verband als Züchter registriert ist, der ist dann auch als solches anzuerkennen, wenn die in seinem Besitz befindliche Katze gedeckt wird. Des Weiteren gilt er auch als Züchter, denn die Kitten bei ihm zur Welt kommen, und er damit also der Besitzer der Mutterkatze ist. Damit das Eigentum in diesem Fall konkret nachgewiesen werden kann, muss er einen Stammbaum führen. Generell darf der Züchter aber nur Katzen und Kater zur Zucht einsetzen, welche auch in den entsprechenden Zuchtbüchern des Vereines anerkannt sind.

Das heißt, dass natürlich auch verschiedene Kreuzungen mit anderen Vereinsmitgliedern möglich sind. Dabei müssen aber nicht alle Katzen und Kater aus einem Verein stammen. Möchte der Züchter aus Verein A mit seiner Katze züchten und findet einen passenden Kater von einem Züchter aus Verein B, ist dies ebenso möglich. Damit später die Zucht anerkannt wird, müssen aber beide Züchter in einem anerkannten Verband oder Verein registriert sein.

Welche Einschränkungen bei der Katzenzucht gibt es?

Grundsätzlich dürfen Katzen erst dann zur Zucht verwendet werden, wenn sie den 9. Lebensmonat vollendet haben. Sollte die Katze vor dem 10. Lebensmonat gedeckt werden, ist dies als Frühdeckung gekennzeichnet. Diese Zucht wird meist nur anerkannt, wenn ein tierärztliches Attest vorgelegt wird. Meist prüfen die Verbände selbst nach und entscheiden dann über mögliche Auflagen. Hat die Katze geworfen so darf eine neue Deckung erst nach einer abgelaufenen Frist von 3 Monaten erfolgen. Wichtig zu wissen ist aber, dass eine Zuchtkatze innerhalb von 12 Monaten nur zwei Würfe haben darf.

Meist sind Rassekreuzungen verboten. Wird eine Rasse eingekreuzt so kann dies aber nur dann erfolgen, wenn das Zuchtziel einen positiven Effekt auf die Rasse hat. Noch bevor diese Kreuzung durchgeführt werden kann, muss ein Antrag beim zuständigen Verband gestellt werden. Bei vielen Farbverpaarungen ist dies übrigens ebenfalls der Fall. Von den meisten Verbänden und Vereinen wird gewünscht, dass Katzen und Kater zur Zucht verwendet werden, die auf Ausstellungen mindestens die Bewertung Vorzüglich erhalten haben. Dies gilt zur Erhaltung des Rassestandards an dem sich üblicherweise die Zucht von Rassekatzen orientiert.

Was passiert bei Verstößen?

Wer gegen die Regeln grob verstößt muss riskieren, dass er als Züchter vom Verband ausgeschlossen wird. Dies geht meist damit einher, dass er auch keinen weiteren Verband oder Verein finden wird, in dem er als Züchter anerkannt wird. Damit kann er auch nicht mehr auf Ausstellungen teilnehmen. Bei Verstößen anderer Art entscheidet normalerweise der Vorstand des zuständigen Vereines. Häufig erhalten die Mitglieder dann eine Verwarnung.

Nach 2 Verwarnungen ist in der Regel dann Schluss, und der Vorstand wird sich von dem Mitglied trennen. Ein Ausschluss aus einem Verein kann schwere Konsequenzen nach sich ziehen. Wer als seriöser Züchter arbeitet, wird zu vermeiden wissen, gegen die Regeln zu verstoßen. Selbstverständlich kann es immer einmal passieren, dass ein Reglement nicht eingehalten werden kann. Dann ist es ratsam sofort den Kontakt zu suchen und zu erklären, was passiert ist. Meist ist dies weniger dramatisch, außer natürlich es handelt sich um einen schwerwiegenden Fall.