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Chausie – die wunderschöne Hybridrassenkatze

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Wilczakrew, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Chausie ist eine zauberhafte Schönheit, welche eine Kreuzung zwischen der Hauskatze und der Rohrkatze darstellt. Damit ist sie eine so genannte Hybridrasse. Ihr stolzes Auftreten und die anschmiegsamen und auf den Menschen bezogenen Charaktereigenschaften, werden hier gekonnt vereint. Sie ist dennoch wild, liebt ihre Freiheit und möchte gerne nach Draußen. Die Chausie ist selten, aber unglaublich vielseitig und eine sehr interessante Katzenrasse.

Das Erscheinungsbild der Chausie

Die Chausie ist durchaus anspruchsvoll, beziehungsweise einfach anders in Sachen Ernährung und auch in ihrem Verhalten, als man es von klassischen Hauskatzen gewohnt ist. Dies sind restliche Spuren ihrer wilden Vorfahren. Das ist jedoch nicht alles, denn besonders klar wird ihre Herkunft der Exoten, wenn man sie einfach nur betrachtet. Die ägyptische Rohrkatze ist eine Wildkatze, welche der Chausie ihren athletischen Körper mitsamt ihren langen Beinen vererbt hat. Die Hinterbeine der anmutigen Katzenrasse sind etwas längere als die Vorderläufe. Hier wird sofort klar, dass diese Katze eine ausgezeichnete Läuferin ist und dementsprechend über eine hohe Sprungkraft verfügt.

Der wunderschöne und faszinierende Kopf ist keilförmig und besitzt stark ausgeprägte Wangenknochen. Die Augen stehen weit auseinander. Das kräftige Kinn ergänzt das Gesicht. An den Ohren befinden sich Haarbüschel und die Spitzen sind abgerundet. Dies erinnert optisch an den Luchs. In Sachen Fell ist die Chausie eher wenig auffällig. Das Fell ist kurz oder mittellang und ist überwiegend braun oder schwarz und gebändert. Durchaus sind auch silbrige Töne erlaubt. Grundsätzlich sind drei Farbschläge vorhanden: Schwarz, Braun Ticked Tabby und Grizzled Ticked Tabby (Silber)

Am Bauch und am Kinn ist die herrliche Rasse meist etwas heller. Die Augen weisen dabei einen goldenen oder gelben Farbton auf. Sie können aber auch hellgrün oder haselnussbraun sein. Auch diese Farben sind erlaubt.

Die Historie der Chausie

Tatsächlich könnte man sagen, wer sich eine Chausie nach Hauses holt, holt sich quasi eine Wildkatze ins eigene Heim. In der Tat ist diese Rasse das Resultat des Wunsches des Menschen, ein Wildtier zum Haustier zu zähmen. Damit ist die Chausie aber nicht alleine, denn aufgrund solcher Zuchten ergaben sich mehrere Hybridkatzenrassen. Diese Form der Zucht hat ihren Ursprung in den USA und man begann in den 1960er Jahren vermehrt damit, wilde Katzen mit Hauskatzen zu verpaaren. So sollte das exotische Aussehen der Katzen erhalten bleiben, aber sie sollten die geliebten Eigenschaften der zahmen Haustiere erhalten.

1995 wurde die Chausie von der TICA (The International Cat Association) als Rassekatze anerkannt. Seither gilt die Chausie als Liebhaberkatze unter Katzenfreunden weltweit. Doch diese Liebhaberei hat natürlich auch seinen Preis. Dieser wird dadurch gerechtfertigt, dass die Zucht der Hybridrassen deutlich aufwändiger und schwieriger ist. Deswegen gibt es nur wenige Zuchten, die sich auf diese Rassen konzentrieren. Und auch dies sorgt für einen recht ordentlich hohen Preis. Eine Chausie kann vom seriösen Züchter, der eine verantwortungsvolle und gesunde Zucht führt gerne 7.500 bis 10.000 Euro kosten. Dabei ist auch der Wildblutanteil sowie die vorherrschende Generation der Zucht ausschlaggebend.

Die Chausie und ihre Charaktereigenschaften

Bei der Chausie könnte man sprichwörtlich sagen, hier hat das Zuchtvorhaben gut geklappt. Sie sieht wild aus, ist aber eine anhängliche Katze, die sich gerne an ihren Menschen heftet. Dennoch muss Eines vorweg gesagt werden: Diese Rasse hat einen großen Freiheitsdrang und benötigt zwingend Freigang. Sie ist dennoch sehr verschmust und liebt die Nähe ihrer Menschen. Dennoch kann man den Drang zur Jagd dem Tier natürlich nicht heraus züchten, und diesen Drang sollte man ihr stillen, indem sie frei in die Welt hinaus schreiten darf. Sobald sich Langeweile einstellen sollte, kann es passieren, dass das sanftmütige Wesen sich von seiner durchaus anderen Seite zeigt. Es steckt hier immerhin ein hoher Wildblutanteil im Tier. Neben einem ausreichenden, täglichen Auslauf benötigt die Chausie auch in ihrem Heim genügend Spielmöglichkeiten. Auch Kratzbäume und ein Kletterangebot sollten für sie vorhanden sein.

Bezug zum Menschen – die Beziehung zwischen Chausie und der Familie

Die Chausie ist eine aufgeweckte und Action liebende Rasse. Sie mag es im Mittelpunkt zu stehen und ist äußerst verspielt. Sollte sie aber zu sehr beansprucht werden, oder man lässt ihr nicht ihre Ruhe, die sie einfordert, dann kann dies schnell darin Enden, dass die Katze ihre Krallen einsetzt oder auch beißt. Zu klein sollten die Kinder in der Familie der Chausie also nicht sein. Die Kinder sollten alt genug sein, um zu verstehen, dass diese Rasse ihren eigenen Willen hat und ihre Freiheiten braucht. Ansonsten stellt das Zusammenleben mit der Chausie kein Problem dar. Sie kann durchaus bis zu 16 Jahre alt werden und gilt als robuste und sehr widerstandsfähige Rasse.

Berücksichtigen sollte man allerdings die leicht veränderte Ernährungsweise der Chausie. Es ist sehr weit verbreitet, dass Hybridkatzen industrielles Futter nicht gut vertagen und daher auf Rohfütterung (BARF) umgestellt werden müssen. Hierfür ist einiges an Hintergrundwissen nötig, dass sich die Besitzer unbedingt aneignen müssen, damit sie ihr Tier gesund und artgerecht ernähren können. Zuletzt noch ein Hinweis: Bitte kaufen Sie diese Katze ausschließlich vom eingetragenen und seriösen Züchter und nicht von privaten Verkäufern, da auch hier leider ein großer Schwarzmarkt mit Qualzuchten und unter nicht tiergerechten Bedingungen besteht.

Bildquelle:Wilczakrew, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons