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Bündnis „Pro Katze“ unterstützt Bochumer Verein „Tiere in Not“ mit 6.000 Euro für die Kastration von Streunerkatzen

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Sulzbach/Ts. / Köln, 29. April 2022 – Der auf Streunerkatzen spezialisierte Verein Tiere in Not e.V. ist durch coronabedingten Spendenrückgang in finanzielle Not geraten, sodass die Fortführung seiner Aktivitäten zum Schutz von Streunerkatzen akut gefährdet ist. Das Bündnis „Pro Katze“, ein Zusammenschluss der Tierschutzorganisationen Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) und TASSO e.V., unterstützt den Bochumer Verein daher erneut mit einem Geldbetrag von 6.000 Euro für die Kastration, Pflege und Versorgung von verwilderten Hauskatzen. Ermöglicht wird dies mit freundlicher Unterstützung des Tiernahrungsherstellers „Happy Cat“.

In Deutschland leben geschätzt rund zwei Millionen sogenannte Streunerkatzen auf der Straße. Ganz auf sich allein gestellt leiden sie unter erheblichen Schmerzen und Beeinträchtigungen durch Hunger, Kälte und Krankheiten, die meist nach einem langen Leidensweg zum qualvollen Tod führen. Die unkontrollierte Vermehrung der Tiere stellt dabei ein Hauptproblem dar. Nur durch menschliche Fürsorge lässt sich das Katzenelend dauerhaft eindämmen. Und genau diese wichtige Arbeit leistet der Bochumer Verein Tiere in Not e.V. bereits seit 20 Jahren. Die Ehepartner Sigrid und Gerhard Kipper sowie ehrenamtliche Helfer sind rund um die Uhr für die Tiere da: „Wir kastrieren nicht nur Streunerkatzen, versorgen sie medizinisch und lassen sie an betreuten Futterstellen wieder frei, sondern nehmen sie auch stationär auf. Allein im vergangenen Jahr haben wir 127 Katzen auf verschiedenen Katzenstationen des Vereins versorgt – darunter auch etliche Katzenbabys, die mit der Flasche aufgepäppelt, behandelt, geimpft, kastriert und, wenn möglich, vermittelt wurden“, erklärt Gerhard Kipper, der zudem Katzenschutzbeauftragter der Stadt Bochum ist. Zusätzlich hat der Verein im Jahr 2021 noch 68 wildlebende Hauskatzen in sechs Katzenkolonien betreut.

Bereits 2018 hat das Bündnis „Pro Katze“ dem Verein Tiere in Not im Zuge der Einführung der Bochumer Katzenschutzverordnung einen Zuschuss von 6.000 Euro für die Kastration von verwilderten Hauskatzen überreicht. Die Verordnung schreibt für Besitzerkatzen mit Freigang im Gebiet der Stadt Bochum eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht vor. Die Zielsetzung ist, das Elend der verwilderten Hauskatzen – das vor allem durch die unkontrollierte Fortpflanzung der Tiere verschlimmert wird – einzudämmen.

„In Gebieten, wo der Verein Tiere in Not jahrelang konsequent Streunerkatzen kastriert hat, ist endlich ein Rückgang der Katzenvermehrung erzielt worden. Dieser Erfolgskurs sollte unbedingt beibehalten werden“, sagt Dr. Cristeta Brause, Tierärztin und Tierschutzreferentin bei TASSO e.V.

Antonia Freist, Leiterin des bmt-Tierheims in Bad Karlshafen, fügt hinzu: „Nur durch gemeinsames Engagement schaffen wir es, dem Katzenelend entgegenzuwirken. Daher möchten wir mit dieser finanziellen Hilfe den Verein Tiere in Not ein weiteres Mal bei seiner wertvollen Arbeit zum Schutz der Streunerkatzen unterstützen.“

Über das Bündnis „Pro Katze“

Das Bündnis „Pro Katze“, ein Zusammenschluss der Tierschutzorganisationen Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. und TASSO e.V., möchte auf die Folgen der unkontrollierten Vermehrung von Streunerkatzen aufmerksam machen und setzt sich bundesweit für eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hauskatzen mit Freigang ein. Das Bündnis unterstützt zudem deutschlandweit Städte und Gemeinden bei der Einführung von Katzenkastrationsverordnungen und führt Kastrationsprojekte durch.

Quelle: Tasso Pressebericht