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Ceylon-Katze – Der Zauber der exotischen Schönheit

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Sie kennen den beliebten Ceylon-Tee? Tatsächlich trägt auch die Ceylon-Katze ihren Namen aufgrund ihrer Herkunft aus dieser Region. Sollten Sie Ceylon auf der Landkarte suchen, so sollten Sie nach Sri Lanka schauen, denn seit 1972 heißt das berühmte Anbaugebiet des Tees nämlich nicht mehr Ceylon sondern Sri Lanka. Doch kommen wir vom Tee zur Katze. Diese sehr elegant wirkende Rasse ist überaus beliebt. Besonders begehrt ist sie übrigens in Italien. Warum? Vielleicht weil ein italienischer Tierarzt die Rasse in Sri Lanka entdeckte. Seit 1988 gibt es einen Club zu Ehren der Ceylon-Katze. „Club Amatori del Gatto di Ceylon“. Und es gibt sogar noch mehr spannende Fakten über diese tolle Rasse.

Die Herkunft der Ceylon-Katze

Diese Rassekatze ist nicht einfach nur nach einer Region benannt, aus der sie stammt. Diese Katze wurde vom italienischen Tierarzt Dr. Paolo Pellegatta 1970 auf den Plantagen des Ceylon-Tee-Anbaus entdeckt. Sie hielt sich in der Nähe eines antiken Tempels im heutigen Sri Lanka auf. Sie muss ihm sofort ins Auge gefallen sein, denn die Ceylon-Katze hat einen sehr charakterstarken Körperbau und wirkt unfassbar faszinierend. Der Tierarzt nahm einige Katzen mit und züchtete mit ihnen in Italien. Er reiste immer wieder nach Sri Lanka, um weitere Tiere mit nach Italien zu nehmen. Bis heute finden sich die Namen der Zuchttiere in den europäischen Stammbäumen. Sehr bekannt ist der Kater Karim und die Katzen Mango und Seila. Diese kamen 1987 von Sri Lanka mit Dr. Pellegatta nach Italien.

Schon drei Jahre vorher, 1984 wurde auf einer Katzenausstellung das erste Mal eine Ceylon-Katze vorgestellt. Ein wichtiger Punkt ist, dass der Ceylon-Katzenclub „Club Amatori del Gatto di Ceylon“ sich für die Erhaltung der Original-Tiere auf Sri Lanka einsetzt. Der italienische Club hat sogar Mitglieder aus der Botschaft Sri Lankas.

Nicht nur die Optik war schon damals sehr faszinierend an der Katzenrasse. Sie hatte eine Leibspeise, die sehr außergewöhnlich ist. Denn die Ceylon-Katze liebt Kokosnuss. Die Einwohner fütterten die Tiere mit der süßen Frucht, sodass es für die Katzen völlig normal war, sich damit zu ernähren.

Erscheinungsbild der Ceylon-Katze

Die kurzhaarige Rassekatze hat ein seidiges Fell und sehr dünne Haar, welche mit nur sehr wenig Unterwolle ergänzt werden. Farblich sind goldene bis sandfarbene Nuancen am Häufigsten vertreten, auch wenn laut Rassestandard alle Farben erlaubt sind. Optisch wirkt das Fell der Ceylon-Katze sehr ähnlich dem Fell der Wildkatze Sir Lankas. Auch sieht man der heutigen Ceylon-Katze noch immer ihre wilde Herkunft an. In der Tat gehen auch viele davon aus, dass die Katze aufgrund der natürlichen Fellfarbe ihren Namen trägt, denn sie wirkt ähnlich gefärbt, wie der Ceylon-Tee. Das stimmt natürlich nicht, aber dennoch sind optische Ähnlichkeiten vorhanden.

Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so erscheint, aber das Fell der Ceylon wird mit Ticked-Tabby bezeichnet. Das heißt, dass einzelne Haare heller und dunkler gefärbt sein können. Auffällig ist die Form des M’s, welches auch als „heilige Kobra“ bezeichnet wird. Diese Zeichnung weist sie auf der Stirn auf. In Sri Lanka verehren die Einwohner Katzen mit dieser Zeichnung, da sie als heilig gilt, was auch die Katze auf ein entsprechend ehrwürdiges Niveau hebt.

Die Ceylon ist eher klein, kompakt und zierlich, mit einem leichten Bauchansatz. Sie ist muskulös, aber auch feingliedrig und kann bis zu 10 Kg wiegen. Viele Ceylons haben jedoch ein durchschnittliches Gewicht von drei bis fünf Kilo. Die breiten Schultern und die gut entwickelte Brustmuskulatur geben der Erscheinung eine starke Form. Die Vorderbeine sind etwas kürzer als die Hinteren. Der Schwanz ist kürzer und am Ansatz breiter. Mit kleinen, runden Pfoten schreitet sie in die Welt hinaus. Der mittelgroße Kopf ebenfalls leicht abgerundet und endet in einer flachen Stirn. Ihr hübsches Gesicht wirkt durch die leicht runden Wangen, die eher kurze Nase und das wenig kräftige Kinn harmonisch.

Mit ihren mittelgroßen, großen Ohren, welche hoch am Kopf sitzen und eng aneinander stehen, wirkt sie sehr elegant und aufgeweckt. Die großen und leicht schräg liegenden Augen wirken tief und aufgeweckt. Die Augen haben eine mandelförmige Linie am oberen Rand und sind nach unten hin abgerundet. Die gelbgrüne Farbe der Augen ist faszinierend und gleichzeitig sorgt die gesamte Form- und Farbgebung dafür, dass die Katze einen verträumten Blick hat. Dieser gilt als Charaktermerkmal für die Ceylon-Rassekatze.

Der Charakter der Ceylon Katze

Charakterlich ist sie eher aufrichtig und tolerant. Sie ist verschmust und anhänglich und weist ein freundliches und eher ausgeglichenes Wesen auf. Sie gilt als anpassungsfähig und ist sowohl selbstbewusst als auch kontaktfreudig. Die sehr verspielte und aufgeweckte Katze benötigt entsprechende Unterhaltung. Perfekt wäre ein Garten für die Ceylon, oder die Möglichkeit täglich entsprechenden Freigang und Auslauf zu bekommen. Zwar kann die Katze auch als Wohnungskatze gehalten werden, jedoch sollte der Mensch sich täglich genügend Zeit nehmen, um dem Tier Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Zudem braucht sie unbedingt Klettermöglichkeiten und ein großes Angebot an Spielmöglichkeiten. Ideal sind auch andere Haustiere, wie Artgenossen oder Hunde.

Photo-Quelle: http://messybeast.com/