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Chartreux die Kartäuser oder Malteser Katze

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Auch die Chartreux trägt mehrere Namen. Sie wird nämlich auch als Kartäuser und Malteser bezeichnet. Doch ganz gleich, wie man sie nennen möchte, sie ist faktisch eine der begehrtesten Katzen in Europa. Wenn Sie nicht auf Anhieb ein Bild von diesen schönen Stubentigern vor Augen haben, dann helfen wir Ihnen gerne auf die Sprünge. Die Katzen haben ein blau-graues Fell und gelbe Augen. Genau. Es handelt sich um die Katze aus der Sheba-Katzenfutter-Werbung. Kein Wunder, dass diese hübsche Katze so beliebt ist. Sie ist ja sogar ein Werbestar.

Die Historie der Chartreuxkatze

Ursprünglich soll die erste Chartreux wohl in Syrien entstanden sein. Durch die Handelsrouten gelangten die Tiere dann nach Frankreich. Und das sogar schon sehr früh. Bei Grenoble gab es im Mittelalter einen Mönchsorden, den Grande Chartreuse. Dort sollen die Mönche die Chartreux Katze gezüchtet haben. Eigentlich haben die Mönche mehr Kräuterlikör gebraut als sich der Katzenzucht gewidmet zu haben, aber diese Geschichte wird sich gerne erzählt. Weiterhin könnte die Katzenzucht aber auch einen praktischen Grund gehabt haben, denn im 16. Jahrhundert entstand die so genannte Kartäuserwolle. Diese stammte tatsächlich von den Kartäuser-Katzen, welche als Wolle- und Pelzlieferanten dienten.

Konkreter sind jedoch die Hinweise, dass die Zucht der Chartreux auf den bretonischen Inseln ihren Ursprung hat. Auf den Inseln lebten damals halbwilde Katzen, mit blau-grauem Fell. Die Geschwister Léger nutzten diese, um den Grundstein für ihre eigene Zucht zu setzen. Da im 2. Weltkrieg der Bestand an Zuchttieren sank, wurde die Chartreux mit der British Kurzhaar gekreuzt. Diese Art der Zucht ist heute durch den Zuchtstandard nicht mehr erlaubt. Die Chartreux kennt man in Deutschland und Österreich vor allem als Kartäuser-Katze.

Im Jahr 1977 wurde dann die Chartreux durch die FIFe als eigene Rasse mit eigenem Standard anerkannt. Kartäuser dürfen ausschließlich Chartreuxkatzen sein. Damit Sie keine British Kurzhaar kaufen, die oftmals leider Falscherweise als Kartäuser bezeichnet wird, sollte unbedingt nach einem Chartreux-Züchter Ausschau gehalten werden.

Die Erscheinung der Chartreux – ihr Hauptmerkmal

Ja, die Optik dieser Rasse ist nicht nur etwas Besonderes, sondern das Hauptmerkmal überhaupt. Neben dem blau-grauen Fell weist sie einen kräftigen Körper auf, der mit einer ausgeprägten und kantigen Schnauze ergänzt wird. Die Schädelform ist ebenfalls ein Merkmal. So ist er trapezförmig, soll an der Basis breit sein und mit einer schmalen Stirn schließen. Den Rahmen erhält das Gesicht durch die markanten Backen. Tatsächlich lassen sich durch das Erscheinungsbild auch Kater und Katzen unterscheiden. Die Ohren sind hoch angesetzt und stehen aufrecht und eng beieinander.

Der kräftige Brustkorb und die mittellangen und muskulösen Beine ergänzen sich durch große und breite Pfoten. Besonderes Augenmerk liegt sprichwörtlich auf den intensiven Augen. Sie sind gelb gefärbt und können alle Farbnuancen aufweisen, welche bis zu Kupfer reichen können. Das Fell ist kurz und sehr dicht.

Der Charakter der Chartreux

Von ihre Wesen her ist die Chartreux sehr intelligent und sehr menschenfreundlich. Die Katze gilt auch als sehr gelehrig und kann unter anderem das Apportieren lernen. Zudem genießt sie gerne Schmuseeinheiten mit ihrer Bezugsperson und mag es gerne harmonisch. Auch gilt die Rasse als sehr unkompliziert und in der Haltung als sehr unproblematisch. Ihr Gesicht wirkt so, als würde sie lächeln und genau so könnt man auch ihren Charakter bezeichnen. Liebevoll und zufrieden. Sogar ihr Miauen ist eher ruhig und sanft.

Die eher genügsamen Stubentiger sind kaum aggressiv und mögen Geselligkeit. Somit können die Chartreux auch in der Wohnung gehalten werden. Natürlich freuen sie sich aber auch über einen eigenen Garten, oder einen gesicherten Auslauf. Wer die Chartreux nur als reine Wohnungs- oder Hauskatze halten möchte, sollte unbedingt für genügend Reize und Spielmöglichkeiten sorgen. Kletter- und Kratzmöglichkeiten sollten entsprechend vorhanden sein. Darüber hinaus benötigt die Chartreux auch Ruheplätze und Versteckmöglichkeiten.

Die Chartreux kann durchaus mit anderen Katzen, Kindern und auch anderen Haustieren, wie Hunden gehalten werden. Sie mögen aber keinen Stress oder eine all zu laute Umgebung. Hat der Besitzer genügend Zeit am Tag und kann sich der Katze ausgiebig widmen, so kann die Katze auch als Einzeltier gehalten werden. Sie ist sehr anhänglich und mag die Aufmerksamkeit ihrer Menschen. Trotzdem braucht sie viel Zeit, wenn sie alleine gehalten wird.

Wohlfühlumgebung für die Chartreux kreieren

Neben der Tatsache, dass jede Katze eine tiergerechte Umgebung benötigt, mag die Kartäuser besonders gerne, wenn sich das Umfeld auf ihre Bedürfnisse einstellt. Gerade Stubentiger, die keinen Freigang bekommen, sollen auf jeden Fall genügend Spiel-, Rückzugs- und Kratzmöglichkeiten haben.

Darüber hinaus braucht die Katze auch täglich ihre Streicheleinheiten, welche sie durchaus auch sehr ausgieb20ig genießen kann. Ganz wichtig ist es, dass die Katze ausschließlich beim seriösen und professionellen Züchter zu erstehen. Denn hier ist gewährleistet, dass die Katze artgerecht vermehrt wird und Sie ein gesundes Kitten erhalten werden.

Photo: LucasBouillon via Pixabay