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Glückliches Ende für verschollenen Kater

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Kater Mao war 10 Jahre verschollen. © Heike Simon

Mit Hilfe von TASSO kehrt Kater Mao nach 10 Jahren zurück zu seiner Familie

Sulzbach (Ts.) / Heusweiler, 22. Juni 2022 – Kater Mao war schon immer ein kleiner Vagabund, der sich gerne auch mal ein paar Tage draußen herumtrieb. So wie er seine Freiheit liebte, so liebte er es jedoch auch, wieder nach Hause zu kommen. Doch im Sommer 2012 kehrte der Kathäuser-Kater von einer seiner Touren nicht mehr zurück. Erst jetzt, ganze zehn Jahre später, konnte Mao dank der Hilfe engagierter Tierfreunde sowie der Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes kostenloses Haustierregister betreibt, mit seinen Haltern Heike und Peter Simon wiedervereint werden.

Mao ist voraussichtlich gebürtiger Franzose. Im Jahr 2010 stand der junge Kater eines Tages plötzlich vor Heike und Peter Simons Haustür und machte sich lauthals bemerkbar. Damals lebte das Ehepaar noch im französischen Ort Saargemünd, direkt an der deutsch-französischen Grenze. Der kleine Wildfang war nicht ängstlich und so schafften es die beiden nach ein paar Tagen sein Vertrauen zu gewinnen. „Da der Kater sehr abgemagert und krank aussah, brachten wir ihn in eine nahegelegene Tierarztpraxis. Dort wurde festgestellt, dass er weder kastriert, noch gechipt oder irgendwo registriert war. Die Tierärztin schätze sein Alter auf ca. ein Jahr, sagte aber direkt, dass er in seinem schlechten Zustand wohl nicht alt werden wird“, erzählt Heike Simon.

Schon auf dem Nachhauseweg vom Tierarzt beschloss das Ehepaar, die Samtpfote bei sich aufzunehmen. Nachdem sie Mao – so tauften die beiden den kleinen grauen Kater – einige Wochen versorgt und gesund gepflegt hatten und ein rechtmäßiger Eigentümer nicht ausfindig gemacht werden konnte, ließen sie ihn kastrieren und mit einem Transponder kennzeichnen. Zudem registrierten sie Mao bei TASSO. Der Kater lebte sich schnell in seinem neuen Zuhause ein – und wurde ein zuverlässiger Freigänger. Doch im Juni 2012 kam Mao nicht mehr nach Hause. „Da Mao öfter mal länger weg war, machte ich mir zuerst keine Sorgen. Als er aber nach ein paar Tagen immer noch verschwunden war, haben wir ihn bei TASSO als vermisst gemeldet und angefangen ihn überall zu suchen“, erinnert sich Heike Simon. Zusammen mit ihrem Mann fuhr sie die ganze Umgebung ab, informierte sowohl die Nachbarn als auch Tierärzte und Tierheime, doch auch Wochen später fehlte von Mao jede Spur.

Ein halbes Jahr nach Maos Verschwinden zog das Ehepaar vom französischen Saargemünd in das rund 40 Kilometer entfernte Heusweiler im Saarland. „Schweren Herzens verließen wir Frankreich ohne Mao“, sagt die Katzenliebhaberin traurig. Die Jahre vergingen ohne ein Lebenszeichen und seine Halter hatten die Hoffnung, ihren Kater jemals wiederzusehen, schon beinahe aufgegeben.

Happy End nach 10 Jahren

Als Heike Simon jetzt, zehn Jahre nach Maos Verschwinden, plötzlich die Nachricht von TASSO erhielt, dass ihr Kater in Saargemünd gefunden wurde, war sie zuerst sprachlos. Anwohner eines Wohngebietes sind auf eine Katze, die laut schrie, aufmerksam geworden. Sie benachrichtigten Mitarbeiter des örtlichen Tierheimes, die daraufhin das Tier einfingen. Da das Tierheim in Saargemünd jedoch völlig überfüllt war, wurde Mao kurze Zeit später nach Deutschland ins Katzenhaus Oberwürzbach gebracht. Die routinemäßige Überprüfung des Vereins der Katzenfreunde e.V. ergab sofort, dass es sich um den seit zehn Jahren vermissten Kater Mao handelt. „Der Anruf kam völlig unerwartet und ich traute meinen Ohren nicht. Ein grauer Kater, der laut schrie, das musste Mao sein. Er konnte anhand seiner Transpondernummer und der Registrierung bei TASSO eindeutig identifiziert werden“, erzählt Heike Simon.

Sofort machten sich die Simons auf den Weg nach Oberwürzbach, um ihren lang vermissten Kater abzuholen. „Er war stark abgemagert und sein Fell war voller Milben. Wahrscheinlich hat er all die Jahre als Streuner auf der Straße gelebt und sich irgendwie durchgeschlagen“, vermutet Heike Simon.

Die ersten Tage in seinem neuen Zuhause war der mittlerweile rund 13-jährige Mao sehr anhänglich und folgte seinen Menschen auf Schritt und Tritt. „Mittlerweile ist er aber entspannt und hat seine Lieblingsplätze gefunden. Wir sind so glücklich, dass Mao wieder da ist. Man darf die Hoffnung nie aufgeben“, sagt die Katzenliebhaberin freudestrahlend.

Quelle. Tasso e.V. Pressemitteilung