Katze kehrt nach sechs Jahren wieder nach Hause zurück

Es klingt wie im Märchen: Eine über sechs Jahre vermisste Katze kehrt plötzlich wieder zu ihrer Besitzerin zurück. Diese Geschichte hat sich mitten in Deutschland genau so zugetragen und wir möchten Ihnen diese wunderbare neue Vereinigung gerne erzählen. Täglich verschwinden Katzen in Deutschland spurlos. Ob sie dabei angefahren werden, getötet werden oder eingesperrt oder gar von Tierhändlern gefangen und verschleppt werden, möchten wir einfach stehen lassen und nicht näher darauf eingehen. Denn wir lieben unsere Samtpfoten und wünschen uns, dass sie am besten für immer bei uns bleiben mögen. Verschwindet ein Freigänger, oder kehrt von seinem Spaziergang nicht wieder zurück, ist dies ein dramatischer Verlust. Viele Tierbesitzer erleiden sogar ein Trauma. Manche Katzen kehren nach wenigen Tagen, oder Wochen wieder heim. Kommt der Stubentiger aber nach sechs Jahren wieder zurück, ist dies eine kleine Sensation.

Das Drama von Silvester 2013

Ja, es ist der klassische Auslöser: Silvesterböller fliegen den Tieren und Menschen um die Ohren und das Kätzchen verschwindet spurlos. Die damals sechsjährige Katze kehrt nicht wieder zu ihrer Besitzerin nach Hause zurück. Die Samtpfote war allerdings bei der bekannten Tierschutzorganisation Tasso registriert. Was übrigens sowohl Hunde- als auch Katzenbesitzern sehr ans Herz gelegt werden kann. Im Falle eines Verlustes kann diese Registrierung helfen ein Tier eindeutig zu identifizieren, wenn es von jemandem gefunden wird. Und genau diese Organisation rief die Besitzerin an. Nach sechs Jahren bangen, Trauer und schmerzhaften Zeiten, in denen die Ungewissheit wie ein Messerstich im Herzen steckte kam die Information: Die Katze lebt und wurde aufgefunden.

Die Besitzerin hatte sich auch in den 6 Jahren, nach dem Verschwinden der süßen Katze keine neue zugelegt und sich viele Vorwürfe gemacht. Natürlich stellte sie sich die Frage, was passiert war, ob das Tierchen noch lebte, vielleicht bei einer anderen Familie aufgenommen war oder ob sie vielleicht doch verstorben war. Die Kätzin wurde durch mehr oder weniger einen Zufall wiederentdeckt. In Neuss und Düsseldorf gibt es diverse Futterstellen für wild lebende Katzen. Die weiße Katze fiel den Tierhelfern sofort auf, denn sie war neu dazugekommen und stach durch ihre weiße Fellfarbe natürlich heraus. Zu erst wurde daran gedacht, dass die neue Katze einfach ein Freigänger sei, der sich ein bisschen Futter mopsen wollte. Doch dann kehrte die Katze immer wieder zurück, wie Aufnahmen der Webcam zeigten. Beim Auffüllen der Futterstelle rief die verlorene Katze um Hilfe, miaute laut und strich um die Beine der Tierhelfer.

Die Wende im Fall der verschwundenen Katze

Wild lebende Katzen nähern sich dem Menschen eher zaghaft und nicht wie eine zahme Katze, wie es die weiße Samtpfote tat. Die Tierhelfer nahmen die Katze auf und brachten sie zum Tierarzt. Dabei wurde festgestellt, dass das Tier in einem schlechten Zustand war und sofort operiert werden musste. Zehn Zähne mussten sogar gezogen werden, denn ihre Zähne waren in sehr schlechtem Zustand und vereitert. Durch den Chip, den die Katze trug, konnten die Tierretter die Besitzerin ausfindig machen, welche natürlich ihren Ohren nicht traute. Schon nach kurzer Zeit konnten das Frauchen und die Katze wieder vereint werden.

Herzzerreißende Szenen müssen sich abgespielt haben, denn wenn man bedenkt, dass man sechs Jahre glaubt, das eigene geliebte Tier sei tot oder für immer verschwunden und plötzlich steht es wieder vor einem, das sind Emotionen, in die sich kaum jemand hineinfühlen kann. Um so fantastischer ist die Sensation, wenn nach so einer langen Zeit das Tier wieder gefunden wird und heimkehren kann. Laut ihrer Besitzerin, die übrigens mit ihrer Katze nun in Düsseldorf lebt, ist das Tier nur etwas schreckhafter geworden. Vermutlich hatte sie eine sehr schwere Zeit, welche sie geprägt hat. Eine Vorliebe für Klaviermusik soll sie auch entwickelt haben und genießt so mit ihrem Frauchen die eine oder andere entspannte Couch-Stunde mit Pianobegleitung. Der Stubentiger wird übrigens keinen Freigang mehr erhalten, damit sich eine solche Situation nie mehr wieder ergeben kann. Der Balkon wird hübsch gemacht und katzensicher gestaltet, sodass das Tier dort ins Freie gehen kann.

Was tun, wen das Tier verschwindet

 

Für alle, die sich nach einem solch tollen Happy End Sorgen machen, was eigentlich passiert, wenn das eigene Tier abhanden kommt, dem sei gesagt: Je eher ein Haustier gechipt und registriert wird, desto besser stehen die Chancen, dass ein gefundenes Tier auch wieder dem Besitzer zurückgegeben wird. Üblicherweise nehmen die Finder das Findeltier erst einmal auf und bringen es dann zum Tierarzt. Schließlich möchten sie wissen, ob dem Tier etwas fehlt. Dort kann der Tierarzt sofort mit einem Gerät feststellen, ob die Katze oder der Hund einen Besitzer haben, ob das Tier bereits als vermisst gemeldet wurde, und wer der Besitzer ist. Einen Ausreiser, oder ein abhanden gekommenes Tier wieder zurück zu bekommen, das gefunden wird, ist also dank der modernen Chip-Technik heute mit mehr Chancen verbunden, als ohne.


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