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Meine Katze kann Tricks! Aber wozu?

Die Katze ist ein faszinierendes Wesen, das uns Menschen schon seit vielen Jahrtausenden in ihren Bann zieht. Viele Katzenhalter beschäftigen sich gerne mit ihrem Tier und genießen die gemeinsame Zeit ebenso, wie ihre Samtpfote. Dabei ist vor allem Abwechslung gefragt, denn eine Routine beim Spielen kann dazu führen, dass es dem Stubentiger auch mal langweilig wird. Wie wäre es mit ein paar Tricks? Sie dienen sowohl zur Förderung und Forderung der Katzen als auch natürlich zu Vorführungszwecken. Doch ist das wirklich so sinnvoll seiner Katze ein paar Tricks beizubringen? Erfahren Sie hier mehr zu diesem Thema.

Gute Gründe, warum Tricks gut sein können

Wer es nicht übertreibt, und versucht seinem Stubentiger zirkusreife Lektionen beizubringen, kann durchaus Freude und Interesse bei seiner Katze wecken. Damit alles auch von Erfolg gekrönt ist, sollte jedoch klar sein, dass hier viel Aufmerksamkeit, Zuwendung, Lob und natürlich Geduld nötig sind. Alles braucht seine Zeit und so lernen Katzen unterschiedlich schnell. Generell gelten die geliebten Samtpfoten als sehr gelehrig und intelligent. Mit einer schnellen Auffassungsgabe, die sie besitzen, können sie binnen kürzester Zeit die Abläufe und Zusammenhänge begreifen und umsetzen.

Die Frage ist nur, ob sie das dann auch auf Kommando möchten, denn genau dies unterschiedet die Katze vom Hund. Während der bellende Vierbeiner sich freut, wenn er Lob erhält, weil er etwas auf Kommando seines Frauchens oder Herrchens getan hat, interessiert die Freude des Besitzers über das erfolgreiche Durchführen einer Lektion, die Katze häufig wenig. Dennoch bieten Tricks oder leichte Übungen eine gute Alternative zum sonstigen Spiel. Hier kann die Konzentration und Cleverness der Katze herausgefordert und gefördert werden. Dinge, wie das Pfoten geben, kann hier eine schöne Übung sein. Katzen möchten beschäftigt werden, also sind Tricks, in gesundem und wohldosiertem Maße, keine schlechte Idee um Abwechslung in den Alltag zu bringen.

Wann Tricks nicht mehr sinnvoll sind

Tricks sollten dann nicht mehr eingeübt oder trainiert werden, wenn das Tier offensichtlich keine Lust oder Ambition dazu hat. Auch wenn die Stimmung sinkt und der Tierhalter verkrampft sollte abgebrochen werden. Es geht beim Einstudieren von Lektionen darum, dass beide Seiten Spaß daran haben. Ein Drill oder gar aggressives Verhalten ist dabei absolut nicht angebracht. Die Übungen sollten immer wohldosiert sein, und sich langsam steigern. Jeder muss klein anfangen und häufig geht es auch nur in kleinen Schritten voran, manchmal geht es gar nicht voran, sodass die Übung ins stocken geraten kann. Davon sollte man sich nicht entmutigen lassen, wenn die Katze Spaß daran hat. Sollte sie jedoch diesen nicht mehr zeigen, oder gar desinteressiert sein, oder sich zurückziehen, muss dies unbedingt akzeptiert werden. Alles andere könnte zu einem gestörten Verhältnis zwischen Tier und Halter führen. Im schlimmsten Fall versteckt sich die Katze ständig vor ihrem Menschen und dies sollte unbedingt verhindert werden.

So können Katzen Tricks lernen

Lassen sich Spiel und Spaß mit dem Üben der Kunststücke kombinieren ist dies die ideale Konstellation. Grundsätzlich lassen sich aber auch Katzen gerne zu etwas Neuem ermutigen, wenn sie mit ein paar Leckerchen verwöhnt und belohnt werden. Diese sollten also auf jeden Fall parat liegen. Am Einfachsten ist es die Übung „Gib Pfötchen“ einzustudieren. Für die ersten Übungen werden die Leckerlies versteckt in der Hand gehalten. Die andere Hand sollte vor der Katze gehalten werden und zwar so, dass der Abstand so weit ist, dass die Katze die Hand mit der Pfote erreichen kann.

Die Hand sollte in Höhe der Katzenaugen positioniert sein. Wird die Katze das Pfötchen geben, weil sie erwartet, dass dort etwas leckeres für sie darin ist, so sollte der Katzenbesitzer n diesem Moment die die Pfote in seine Hand legen. Loben und das Belohnungsleckerlie sollten dann sofort folgen. Dabei sollte „Gib Pfötchen“ gesagt werden, damit die Katze die Handlung mit den Wörtern und der Belohnung verknüpfen kann. Diese Übung sollte eine Weile immer wieder durchgeführt werden. Denn es dauert eine Weile, bis Katzen ein Kommando wirklich mit der Handlung verbinden und dies dann auch so wie gewünscht ausführen. Üblicherweise dauert es mehrere Wochen, bei täglicher Übung, bis es wirklich reibungslos funktioniert. Die besten Momente für das Training sind dann gegeben, wenn die Katze ohnehin gerade zum Spielen aufgelegt ist, und gerne etwas unternehmen möchte. Dann kann ganz bewusst, aber spielerisch trainiert werden, was sowohl der Katze als auch dem Besitzer Freude bereiten kann.