Start Katzenrassen RagaMuffin – Plüschige Schönheit mit tollem Charakter

RagaMuffin – Plüschige Schönheit mit tollem Charakter

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"Iris Preyler-Hamertinger", CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Wenn auch gleich der Name RagaMuffin viele an Jamaika erinnern mag, so hat die wunderschöne Rassekatze rein gar nichts damit zu tun. Die langhaarige Samtpfote begeistert durch sein herrliches Aussehen. Charakterlich ist diese Rasse etwas Besonderes. Dieser ergibt sich aus ihren Vorfahren. Denn hier wurden besondere Rassen gekreuzt, sodass die RagaMuffin zu einer charakterstarken und edlen Rasse wird.

Die Geschichte der RagaMuffin

Diese junge Edelkatzenrasse entstammt aus den USA. Sie ist eine langhaarige Rasse, die in der Tat eine Ragdoll-Katze ist. Dabei trägt sie lediglich einen anderen Namen. In den 1980er Jahren wurde die erste RagaMuffin gezüchtet. Man wollte hierbei unbedingt die auffällig besondere Fellfarbe der Siamkatze erhalten und dabei eine Perser- und Angorakatzen-Population erhalten.

Deswegen wurden diese Rassen entsprechend gekreuzt. Gleichzeitig sollten die Katzen in den nachfolgenden Zuchten noch größer werden. Denn irgendwie war wohl das Ziel, dass am Ende eine Katze entstehen soll, die eine Art lebendiges Plüschtier darstellt. Tatsächlich aber ausschließlich von optischer Seite.

Die RagaMuffin ist eine große, starke und imposante Katze. Hier erkennt man wirklich auch die „Verwandtschaft“ zu Großkatzen, wie beispielsweise Tiger oder Löwen, auch wenn diese natürlich hier in der Rasse nicht enthalten sind. Dennoch ist die Ragdoll an sich, die größte Hauskatze weltweit und steht damit sogar im Guinness-Buch der Rekorde.

Das steckt hinter der RagaMuffin

Grundsätzlich könnte man zusammenfassen, dass die RagaMuffin, so wie die Ragdoll auch, eine speziell auf die Größe gezüchtete Hauskatze ist. Sie ist eine Angorakatze, die einen Defekt gen aufweist. Dieser wurde ihr durch die Einkreuzung der Siam mit ein gezüchtet. Das mutierte Gen ist für Enzyme verantwortlich.

Dieses produziert die Farbstoffe in der Haut. Auch Melanin wird von diesem Enzym produziert. Bei diesen Katzen ist die Produktion aber unterbrochen. So kann es dazu kommen, dass manche Tiere Albinismus aufweisen. Ann Baker ist eine Züchterin, die diesen Gendefekt bewusst und gezielt weitergezüchtet hat und diesen so vermehrte.

Nachfolgende Generationen haben also diesen Gendefekt in sich. Das Problem dabei ist aber, dass bei der Weiterzucht viel Lienien- und Inzucht betrieben wurde, sodass die Ragdoll und die RagaMuffin heute stark mit Erbkrankheiten belastet sind. Die Ragdoll wollte Ann Baker als Marken- und Namen recht patentieren lassen. Dies führte zu einem Streit und einer Spaltung der Züchter.

1994 trennten diese sich von Anne Baker, sodass sie für ihre Ragdoll-Zuchten einen anderen Namen benötigten. Daraus entstand dann die heute bekannte Katzenrasse der RagaMuffin. Durch diese Trennung der Züchter wurde also eine neue Rasse ins Leben gerufen. Diese wurde 2011 voll von der Cat Fanciers’ Association, Inc. anerkannt.

Die Rasse RagaMuffin

Die Rasse der RagaMuffin wird nicht von allen Verbänden anerkannt. Die meisten größeren Verbände der Katzenzüchter sehen die RagaMuffin nicht als eigenständige Rasse an, sondern als eine Art Unterform der Ragdoll. Doch das ändert nichts an der Beliebtheit der wunderschönen, prachtvollen Rassekatze.

Die Halblanghaarkatze ist entsprechend ihrer Größe auch sehr großrahmig gebaut. Der Schwanz ist lang und buschig und beeindruckt wahrlich. Kater können zwischen 6,5 Kilogramm bis 10 Kilogramm auf die Waage bringen. Katzen können als erwachsene Tiere zwischen 4,5 Kilogramm und 7 Kilogramm wiegen.

Verglichen mit einem großen Hauskater, der maximal 8 Kilogramm wiegt, ist dies durchaus mächtig. Die RagaMuffin hat ein besonderes weiches und seidiges Fell. Dieses ist mittellang und benötigt tatsächlich auch ein bisschen Pflege. Knoten oder auch Verkettelungen in den Haaren sollten regelmäßig entfernt werden.

Imposante RagaMuffin

Kommt eine ausgewachsene RagaMuffin auf einen zu, so zeigt sich klar ihr beeindruckendes Erscheinungsbild. Generell ist die Augenfarbe einer RagaMuffin immer blau. Es gibt hier keine Abweichungen.

Laut Standard sind diese Fellfarben bei der RagaMuffin erlaubt:

  • Seal-Point, Blue-Point und Chocolate-Point
  • Lilac-Point, Red-Point
  • Und Cream-Point

Die Seal-Point-Katzen, wie es auch Burma, Siam oder auch die Ragdoll und RagaMuffin sind, haben alle einen Gendefekt. Dieser sorgt dafür, dass nur an den kalten Körperstellen die Fellfarbe nachdunkelt. Diese Stellen werden Points genannt. Daher haben sie auch ihre Bezeichnung erhalten.

Bei der Geburt sind die Kitten weiß. Erst mit dem heranwachsen und erwachsen werden dunkeln die Stellen langsam nach. Nur Stellen wie dem Gesicht, Beine, Schwanz und Ohren, also die kühlen Stellen, werden richtig dunkel mit der Zeit.

Charakter und Wesen der RagaMuffin

Die RagaMuffin ist eine sehr menschenbezogene Katze. Außerdem gelten die RagaMuffin als sehr freundlich und sind umgänglich. Generell bleibt sie nicht gerne alleine und hat eine sehr soziale Ausprägung. Dennoch kann sie auch eine andere Seite zeigen, denn sie hat auch eine eher ungemütliche Seite.

Durch ihr enges Verhältnis zu ihrem Menschen redet sie viel. Auch Artgenossen gegenüber ist die RagaMuffin sehr kommunikativ und gesprächig. Diese Rasse gilt als clever, intelligent und kann aufmerksam ihr Umfeld beobachten. Bei dieser Rasse kann es gut passieren, dass sie ihren Menschen, wie ein Hund auf Schritt und Tritt folgt.