//Vom Kitten zur Katze – so entwickeln sich Katzenbabys
Katzenbaby

Vom Kitten zur Katze – so entwickeln sich Katzenbabys

Tierbabys sind immer süß. Doch wer sich wirklich überlegt bewusst züchten zu wollen, muss einiges über die Entwicklung der Babys wissen. Kitten sind zauberhaft und berühren das Herz, doch sie sind auch auf die Hilfe der Menschen angewiesen. Dabei muss der Mensch vor allem beobachten und viel Ruhe und Geduld besitzen und dies auch ausstrahlen. Mit Liebe können so wundervolle Kitten zu Katzenkindern heranwachsen, die dann ihren späteren Besitzern viel Freude bereiten können. Hier erfahren Sie alles über die Entwicklungsprozesse der Katzenbabys bis zum richtigen Abgabealter.

Von der Geburt zur 2. Lebenswoche

Die Katzenmutter bringt ihre Babys in der Regel selbständig zur Welt. Vorherige Kontrollen beim Tierarzt sind unbedingt nötig, damit die Geburt reibungslos verlaufen kann. Auch die Gesundheit der ungeborenen Kitten sowie der Mutterkatze muss gewährleistet sein. Katzenbabys sind bei ihrer Geburt blind und taub. Der Geruchssinn ist jedoch schon vollständig ausgebildet. Geschmacks- und Tatsinn sind ebenfalls vorhanden, da dies sichert, dass die Babys säugen können. Erst ab dem 7. Lebenstag entwickelt sich das Gehör der Katzenkinder. Ab dem 14. Tag öffnen sie langsam ihre Augen. Die Verdauung regt die Mutter durch eine Massage mit ihrer Zungen am Bauch der Babys an. So funktioniert auch die Kotabgabe. Schon vom ersten Tag an beginnt das Gehirn der Kitten mit einem Lernprozess. Täglich können die Babys bis zu 4 Stunden von der Mutter Nahrung aufnehmen. In dieser Zeit sind die Neugeborenen komplett von der Mutter abhängig. Verstirbt diese oder kann zu wenig Milch produzieren, muss der Mensch unbedingt eingreifen und die Kinder mitversorgen.

Die spannende Entwicklungsphase zwischen der 4. und 7. Lebenswoche

Viele denken immer, dass die Kitten so schnell selbständig werden und „flügge“, dabei geht dieser Prozess in kleinen Schritten voran. In diesem Lebensabschnitt können sich die Kätzchen nur sehr kurze Strecken fortbewegen. Vor allem ihr Nest und die nähere Umgebung sind dabei von Interesse. Jetzt besitzen sie bereits die Milchzähne und die Thermoregulation beginnt sich auszuprägen. Sie hören und sehen jetzt komplett. Langsam beginnen sie mit ihrer Kommunikation. Dabei versuchen sie mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern zu kommunizieren. Diese Wochen sind sehr wichtig für das Sozialverhalten der Kitten. Denn jetzt lernen sie das, was sie im späteren Leben benötigen. Werden die Kitten isoliert von ihrer Mutter, oder ihren Geschwistern, kann dies nachhaltige Schäden im sozialen Verhalten der späteren erwachsenen Katze mit sich bringen. Auch das Zusammenleben mit ihrem Menschen ist in dieser Zeit prägend. Je enger der Kontakt ist, desto eher verstehen sie, dass der Mensch ihre Bezugsperson und ihr Freund ist. Andere Tierarten, wie Hunde zum Beispiel, können jetzt ebenfalls zu Freunden werden. Neugierig testen sie aus, was alles zu ihrem engeren Kreis gehört, vor was sie sich hüten sollen und was ihnen keine Angst machen muss.

Die 8. bis 12. Lebenswoche – jetzt werden die Kitten unabhängig

Das Alter ab der 8. Woche wird auch Juveline genannt. Das ist die jugendliche Lebenszeit der Kitten. In der Tat können junge Katzen auch in die Pubertät kommen, welche sich je nach Rasse, zwischen der 6. und 9. Lebenswoche abspielt, beziehungsweise dort beginnt. Dabei trainieren die Katzen nun alle erworbenen Fähigkeiten, um diese zu verfeinern. Generell wird geraten, die Kitten erst ab frühestens der 12. Lebenswoche, besser noch später bis zur 16. Lebenswoche abzugeben. Denn je mehr Zeit sie haben von ihrer Mutter zu lernen und mit ihren Geschwistern ihr soziales Verhalten zu trainieren, desto sozialer und ausgeglichener sind die Katzen später. Daher erklären auch viele Organisationen und Zuchtverbände, dass eine Abgabe von Kitten nach der 12. Woche erfolgen sollte.

Ausgewachsen sind die Katzen, je nach Rasse zwischen dem 8. Monat und dem 2. Lebensjahr. Erst mit einem Alter von 3 bis 4 Jahren wird davon gesprochen, dass die erwachsenen Katzen als psychisch und sozial ausgewachsen gezählt werden. Wer sich also eine Katze anschaffen möchte, sollte unbedingt darauf achten, dass diese nicht viel zu früh von der Mutter getrennt werden, denn die genannten Entwicklungsstadien sind zwingend nötig. Sollte im Haushalt eine vom Alter her passende Katze leben, ist es durchaus möglich die Kitten schon ab der 12. Woche aufzunehmen. Dies kann dann der Fall sein, wenn es sich um Katzenkinder aus dem Tierheim oder dem Tierschutz handelt, die so die Chance bekommen sich zu sozialisieren und weiterzuentwickeln, was in ihrer aktuellen Situation vielleicht so nicht gegeben wäre. Ebenfalls sollte sich jeder, der eine Katze anschaffen möchte, die Umstände genau ansehen. Sollen die Kitten sehr früh abgegeben werden, sollte davon Abstand genommen werden, im Ernstfall sollte sogar der örtliche Tierschutz informiert werden.