Start Katzenrassen Chantilly – Tiffany – Langhaarige Schönheit mit eindringlichem Blick

Chantilly – Tiffany – Langhaarige Schönheit mit eindringlichem Blick

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Jennie Kondo (Jennie Valdivieso Kondo - Grialte), CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

Die Chantilly-Tiffany, wird auch einfach nur Chantilly oder nur Tiffany genannt. Alle drei Bezeichnungen meinen ein und die selbe Katze. Eine wahre Schönheit und ein echtes Top-Model der Katzen. Diese Rasse ist übrigens keine Tiffanie-Katze. Die Tiffanie-Katze wird in England gezüchtet, hat aber mit der Chantilly, um die es hier geht, nicht viel gemeinsam. Auf geht’s: Erfahren wir einfach mehr über diese wunderschönen Tiere.

Die Geschichte der Chantilly Katze

Es wird gemutmaßt, dass die Chantilly-Tiffany von einer Perserkatze oder einer Brumakatze abstammt. Das allerdings ist nirgendwo belegt, denn bis heute ist nicht geklärt, woher diese Rasse wirklich abstammt. Man geht aber davon aus, dass die Chantilly aus vier verschiedenen Anteilen besteht. Der Somalia, Havana Brown, der Nebelung und der Abessinier. Bestätigt ist allerdings, dass sie keine langhaarige Burmesin ist.

Die erste Chantilly Katze wurde 1969 gezüchtet. Die Art der Katze gab es aber schon vorher. In der Tat ging man sogar davon aus, dass die Chantilly-Tiffany Katze ausgestorben sei. Bis 1967 Exemplare auftauchten. Sehr lange war diese Rasse ausschließlich das Tier für die elitäre und vornehmere Gesellschaft. Sie war tatsächlich überwiegend in exklusiven Kreisen zu finden. Man merkt ihnen ihre Historie quasi an. Denn sie gelten als sehr stolz, sind anspruchsvoll und haben eine majestätische Ausstrahlung.

Laut Überlieferungen soll die Chantilly-Tiffany durch ein Katzen-Pärchen entstanden sein, dessen Ursprung nicht bekannt ist. Aber beide Tiere sollen wohl goldene Augen und ein schokoladenbraunes Fell aufgewiesen haben. Diese beiden Merkmale sind heute noch sehr charakteristisch für die Chantilly. Die New Yorker Züchterin Jennie Robinson soll das Katzenpaar 1967 mit einem Grundstück mit gekauft haben. Der Kater hieß Thomas, die Katze Shirley. Beide waren noch sehr junge Tiere. Shirley bekam 1969 Nachwuchs von Thomas und alle Kitten hatten das gleiche, schöne, braune Fell. Damit war die Entscheidung getroffen, dass diese Katzen weiter gezüchtet werden sollten. Schon 1970 wurden die Katzen beim amerikanischen Verband ACA als „Foreign Longhair“ registriert. Später wurde die Bezeichnung geändert, denn die Züchtern fanden den Namen wenig passend.

Während immer wieder Züchter aufkamen, die die Rasse züchteten, gab es irgendwann in den 2000er Jahren nur noch sehr wenige Zuchten. Einzelne davon befanden sich neben den USA auch in Deutschland. Schließlich gab es im Jahr 2003 nur eine einzige Chantilly-Tiffany-Züchtung in den USA. Leider ist auch der letzte Kater der Zucht mittlerweile in Rente gegangen.

Die optische Erscheinung der Chantilly

Auch wenn sie sehr flauschig wirkt, zählt diese Rasse zu den Halblanghaar-Katzen. Das dichte, seidige und buschige Fell ist ihr Hauptmerkmal. Sie hat nur wenig Unterwolle. Die Hauptfarbe ist das berühmte Schokoladenbraun. Die Katze kann mittelgroß werden und hat einen gut proportionierten und muskulösen Körperbau. Sie kann bis zu 50 Zentimeter groß werden und bringt dabei zwischen vier und sechs Kilogramm auf die Waage.

An den abgerundeten Ohren haben die Chantilly Katzen Büschel. Auch der Schwanz ist buschig und dabei lang. Kitten kommen bereits mit dunklem Fell auf die Welt. Besonders hübsch sind auch ihre ovalen, grünen Augen. Allerdings beinhaltet der Rassestandard, dass goldene und bernsteinfarbene Augen mit grünem Heiligenschein-Effekt, erhalten werden. Je älter die Katze wird, desto intensivere wird der Farbton der Augen.

Charakterstarke Adels-Katze

Neben ihrem recht aristokratisch wirkendem Auftreten gilt die Chantilly auch als sehr aufgeschlossen, freundlich, treu, sanft und vor allem neugierig und ausgeglichen. Die Katze selbst sucht sich maximal zwei Familienmitglieder aus, welche ihre Bezugspersonen darstellen. Häufig erwählt sie aber auch nur eine Person aus. Die Chantilly-Tiffany gilt als sehr intelligent und weist eine hohe geistige Aktivität auf. Das bedeutet, dass sie ausgelastet werden muss, und sie durchaus für Spiele zu haben ist.

Die Rasse tendiert dazu mehr aktiv zu sein, obwohl sie auch ein gesundes Maß aus Aktivität, Lebhaftigkeit und Ruhe mit sich bringt. Ihr adeliges Verhalten kann man sehr gut dann beobachten, wenn sich ihr Fremde nähern. In dem Fall ist sie eher zurückhaltend und reserviert. Wenn die Katze das Gefühl bekommt, zu wenig Aufmerksamkeit zu bekommen, oder ein anderes Tier oder ein anderer Mensch in ihren Augen mehr bekommt, kann sie eifersüchtig reagieren. Daher ist es bei dieser Rasse so, dass sie eher als Einzeltier gehalten werden sollte, auch wenn üblicherweise davon abgeraten wird.

Die richtige Pflege ist wichtig

Durch das lange und buschige Fell benötigt diese Rassekatze etwas mehr Fellpflege, als beispielsweise Kurzhaarkatzen. Dennoch gilt die Pflege der Chantilly-Tiffany als nicht so aufwändig, wie vielleicht einige denken. Die Katze genießt üblicherweise die Fellpflege, da sie damit Aufmerksamkeit bekommt, welche der Chantilly besonderes wichtig ist. Bei der Pflege des Felles sollte in Ruhe und Gelassenheit vorgegangen werden, denn Hektik kann diese Tiere schnell in Stress versetzen. Die tägliche Fellpflege kann so also auch zur Entspannung genutzt werden.

Aktuell gilt die Rasse als vom Aussterben bedroht! Es gibt nur wenige Züchter, die diese wundervolle Rasse noch züchten und damit aktuell noch erhalten. Möchten Sie vielleicht die Züchter dabei unterstützen, den Fortbestand der Rasse weiter voranzutreiben, dann können Sie anerkannte Züchter in den USA finden. Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Mitnahme der Katzen aus den USA nach Deutschland durchaus möglich. Informieren Sie sich aber unbedingt vor einem Kauf auch über die Einfuhrbedingungen.

Titelbild: Jennie Kondo (Jennie Valdivieso Kondo – Grialte), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons